Streik an Berliner Flughäfen

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90 Prozent des Bodenspersonals an den Berliner Flughäfen werden laut Verdi in den Streik treten. Für Passagiere bedeutet das: Warten.

Berlin - Flugpassagiere von und nach Berlin müssen sich am morgigen Donnerstag auf massive Behinderungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat das Bodenpersonal zum Streik aufgerufen.

Fluggäste in Berlin müssen sich wegen eines Warnstreiks an diesem Donnerstagmorgen auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat am Mittwochabend den Großteil des Bodenpersonals aufgerufen, von 4.00 Uhr bis 10.00 die Arbeit niederzulegen. Es sei mit “starken Beeinträchtigungen des Flugverkehrs“ zu rechnen.

In den Ausstand treten sollen die insgesamt 2000 Beschäftigten des Berliner Marktführers GlobeGround Berlin (GGB) und dessen Tochter Ground Service International (GSI) sowie des Konkurrenten Acciona. Sie stellen laut Verdi zusammen 90 Prozent des Bodenspersonals. Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern waren zuvor in mehreren Runden ohne Ergebnis gelieben.

Eine Sprecherin der GlobeGround Berlin sagte, es seien Ersatzkräfte organisiert worden, darunter auch eigene Mitarbeiter, die am Donnerstag eigentlich frei hätten. “Wir gehen davon aus, dass wir gut vorbereitet sind.“ Verspätungen seien aber zu erwarten, möglicherweise auch Ausfälle.

Am Mittwoch war die fünfte Verhandlungsrunde für die Acciona- Beschäftigten ohne Ergebnis geblieben. Acciona will nach Verdi- Angaben die Gehälter der etwa 300 Beschäftigten um bis zu 20 Prozent kürzen und begründet das mit einer wirtschaftlichen Notlage. In den Tarifverhandlungen mit den Firmen GGB und GSI geht es dagegen um Einkommensverbesserungen sowie die Aufnahme der GSI-Mitarbeiter in den Tarifvertrag des Mutterunternehmens GlobeGround.

Die Firmen kümmern sich in Tegel und Schönefeld um die Passagier- und Gepäckabfertigung, transportieren und verladen die Fracht, fahren die Schlepper der Flugzeuge und säubern die Toiletten.

dpa

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