Eisfläche zu dünn

In See eingebrochen: Feuerwehr rettet Kinder

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Schlittschuhlaufen sollte man nur auf freigegebenen Eisflächen.

Tuttlingen - Weil die Eisdecke zu dünn war, sind zwei Kinder in Baden-Württemberg eingebrochen. Die Feuerwehr rettete sie aus dem See.

Ein zwölfjähriger Junge und ein 13 Jahre altes Mädchen sind durch das dünne Eis auf einem See in Baden-Württemberg eingebrochen und von der Feuerwehr gerettet worden. Wie die Polizei in Tuttlingen mitteilte, waren Rettungskräfte der Feuerwehr nach dem Unglück im Landkreis Freudenstadt am Montagabend rasch zur Stelle. Die durchnässten und stark unterkühlten Kinder wurden demnach in eine Klinik gebracht.

Den Angaben zufolge spielten der Junge und das Mädchen mit drei anderen Kindern am Rand des Sees, wagten sich dann auf das dünne Eis und brachen ein. Passanten wählten demnach den Notruf. "Während sich die Kinder noch am Rand des geborstenen Eises über Wasser halten konnten, eilte die Wasserrettung der Feuerwehr zu der Unglücksstelle und konnte die beiden Kinder aus dem eisigen Wasser retten", hieß es.

Nur freigegebene Eisflächen betreten

Die Polizei warnte, dass nur von Behörden freigegebene Eisflächen gefahrlos betreten werden könnten. Sie bat Eltern und sonstige Sorgeberechtigte, Kinder auf die Gefahr eines möglichen Einbrechens auf zugefrorenen Gewässern aufmerksam zu machen. Einige Tipps:

WANN KÖNNEN EISFLÄCHEN BETRETEN WERDEN?

Selbst mehrere Frosttage mit teils zweistelligen Minustemperaturen garantieren noch keine ausreichend dicke Eisschicht, warnt der Deutsche Feuerwehrverband. Denn viele Gewässer sind in Bewegung und brauchen sehr lange, bis sie zufrieren. Wer sich dennoch auf zugefrorene Seen wagt, handelt höchst leichtsinnig. Um einen See betreten zu können, sollte das Eis nach Angaben der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft mindestens 15 Zentimeter dick sein, bei fließenden Gewässern sogar 20 Zentimeter.

WAS SIND ANZEICHEN FÜR EINE ZU DÜNNE EISSCHICHT?

Die meisten Naturgewässer werden grundsätzlich nicht freigegeben. Wasserschutzpolizei und Kommunen verweisen darauf, dass das Betreten zugefrorener Gewässer auf eigene Gefahr erfolgt. Wenn das Eis knistert und knackt oder Risse aufweist, sollte es keinesfalls betreten werden. Große Vorsicht ist auch bei verschneiten Eisflächen und bewachsenen Uferzonen geboten. Tückisch können Seen sein, die von Bächen oder Flüssen durchzogen sind. An den Ein- und Ausflüssen sowie generell an dunklen Stellen ist die Eisdecke deutlich dünner. Dann besteht Einbruchgefahr.

WAS IST BEI EINEM UNGLÜCK ZU TUN?

Wer mitten auf dem See merkt, dass das Eis nicht mehr trägt, sollte sich sofort flach hinlegen und zum Ufer zurückrobben. Bricht ein Begleiter ein, sollte als erstes ein Notruf abgesetzt werden. Dann vorsichtig auf dem Bauch zur Einbruchstelle robben und versuchen, den Betroffenen herauszuziehen. Aber Achtung: Dem Eingebrochenen niemals die Hand, sondern etwa einen Anorak, ein Brett oder eine umgedrehten Schlitten reichen, um nicht mit hinab gezogen zu werden. Der Gerettete sollte bis zum Eintreffen eines Notarztes flach gelagert und möglichst in eine warme Decke oder Jacke gehüllt werden. Keinesfalls sollte er mit Schnee

afp

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