24 Jahre nach Mord: DNA-Spur entdeckt

Stuttgart - Fast 24 Jahre nach dem Mord an einer Jugendlichen in Stuttgart hat die Polizei eine heiße Spur. Einem Zeitungsbericht zufolge, haben die Ermittler den genetischen Fingerabdruck des Täters entdeckt.

Nach einem Bericht der “Stuttgarter Nachrichten“ vom Freitag sind die Ermittler durch eine verfeinerte Technik für die Analyse von Beweisstücken auf den genetischen Fingerabdruck des Täters gestoßen.

Die 17-Jährige war Ende März 1987 nach dem Besuch einer Jugendgruppe auf dem Heimweg ermordet worden. Wie die Polizei der Zeitung bestätigte, werden derzeit im damaligen Bekannten- und Freundeskreis des Mordopfers Speichelproben genommen. Der Gesuchte gehöre nicht zu den 702 000 Straftätern die beim Bundeskriminalamt in der DNA-Datei mit den genetischen Mustern von Kriminellen erfasst sind.

Immer wieder überführen DNA-Analysen Mörder viele Jahre nach der Tat. Besonderes Aufsehen erregte 2005 der Prozess um einen damals mehr als 20 Jahre zurückliegenden Mord an einer zwölfjährigen Schülerin auf einem Reiterhof in Großbottwar (Kreis Ludwigsburg). Das Landgericht Heilbronn verurteilte einen 52-jährigen ehemaligen Justizbeamten, der zuvor bereits mehrfach unangenehm im Dienst aufgefallen war. Auf die Spur des Mannes war die Polizei durch eine verfeinerte DNA-Analyse der Kleidung des toten Mädchens gekommen.

dpa

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