Kosten und Standort werden ermittelt

Bald Surfen auf der Fulda? Verein plant Flusswelle in Kassel nach dem Vorbild der Münchner Eisbachwelle

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Surfen auf der Fulda? In Kassel soll das Bald möglich sein. Ein Verein plant eine Flusswelle nach dem Vorbild der Eisbachwelle in München (Foto).

In Kassel soll man bald surfen können – und zwar auf einer Welle im Fulda-Seitenarm am Finkenherd. Vorbild ist die Münchner Eisbachwelle.

So stellt es sich der Kasseler Wellenreitverein vor. Die bekannteste Flusswelle – nicht nur bei Surfern – ist wohl der Münchner Eisbach. Für Sportler und Touristen ist die Surfwelle im Englischen Garten gleichermaßen eine Attraktion. 

Bei schönem Wetter ist auf der Brücke, von der man die Surfer beobachten kann, kein Platz mehr zu bekommen. „Ähnlich könnte es auch in Kassel werden“, sagt Marius Klauenberg, Vorsitzender des Vereins. 

Idee der Flusswelle ist schon vor Jahren entstanden

Der Verein ist schon vor einigen Jahren mit der Idee an die Stadt herangetreten. Man habe verschiedene Stellen geprüft, aber immer wieder habe es Gründe gegeben, weshalb dort eine Flusswelle nicht möglich sei. Mit dem Finkenherd habe man jetzt einen perfekten Standort gefunden, so Klauenberg.

Auch Christoph Nolda, Stadtbaurat, sieht die Flusswelle als eine Bereicherung für Kassel. Mit einer Realisierung rechnet er aber frühestens 2021. Der Standort am Finkenherd biete beste Bedingungen. Die Stadt unterstütze die weiteren Planungen, in denen auch umwelt- und naturschutz- sowie wasserrechtliche Belange Berücksichtigung finden würden, so Nolda.

Derzeit werden der genaue Standort und die Kosten für die Flusswelle ermittelt

Derzeit wird eine Machbarkeitsstudie zur Umsetzung des Projektes erstellt. Erst danach kann genau gesagt werden, wie hoch die Kosten für den Einbau einer künstlichen Welle sind. Auch der genaue Standort wird erst dann festgelegt werden.

Surfen ja, aber nur zu festen Zeiten - Rettungsschwimmer wird vor Ort sein

Eins steht aber bereits fest: Die Welle in Kassel wird anders als in München nicht rund um die Uhr, sondern nur zu festen Zeiten befahrbar sein. Die Welle wird dann entsprechend technisch hochgefahren und später wieder abgesenkt. Auch ein Rettungsschwimmer wird vor Ort sein.

Deutschlandweit arbeiten zurzeit über 20 Initiativen an Flusswellenprojekten. In Hannover sei man kurz vor der Umsetzung. Kassel ist auch aufgrund der zentralen Lage der perfekte Standort, so der Verein.

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