Falsches Essen in der Pausenbox

Wegen Butterkeks: Kita wirft Kind raus

Delingsdorf - Weil seine Eltern ihm Butterkekse und Waffeln in die Brotdose gepackt hatten, wurde der vierjährige Thore aus seiner Kita bei Hamburg verbannt.

Vorbei die Zeiten, wo Eltern noch das Pausenbrot für ihre Kinder bestimmen konnten. Diese bittere Erfahrung musste nun eine Familie aus Delingsdorf in Schleswig-Holstein machen, wie die "Welt" berichtet.

Weil sie verschlafen hatten, packten die Eltern ihrem vier Jahre alten Sohn Thore ausnahmsweise Butterkekse und Waffeln in seine Pausenbox - mit ungeahnten Folgen. Denn es gelten strenge Vorschriften in der Kindertagesstätte Lütten Hus, wonach nur gesundes Essen erlaubt ist. Als die Mutter den kleinen Thore an diesem Tag abholt, liegen die Kekse dem Zeitungsbericht zufolge immer noch in der Dose, zusammen mit folgender Mitteilung: "Bitte denken Sie daran, dass wir ein zuckerarmer Kindergarten sind."

Die Eltern waren empört und beschwerten sich bei der Kindergarten-Leitung, später auch beim Bürgermeister und der Amtsverwaltung. Denn die Familie prangert noch weitere Vorfälle an. Wie der Vater der "Welt" berichtet, habe sich Thore einmal die Lippe beim Spielen aufgerissen und hätte genäht werden müssen. Gegenüber den Eltern sei seine Verletzung aber verharmlost worden. Auch habe man die Kinder bei Kälte ohne Schal oder Handschuhe nach draußen geschickt.

Kündigung aus "wichtigem Grund"

Nach vergeblichen Klärungsversuchen mit der Gemeinde wurde den Eltern der Kita-Platz von Thore "aus wichtigem Grund" gekündigt. Außerdem sei die "Wiederherstellung eines erträglichen Umgangs miteinander für die Zukunft" nicht mehr zu erwarten, so das Schreiben weiter.

Thore muss nun vorerst zu Hause bleiben, bis er entweder einen neuen Betreuungsplatz hat´, oder er doch wieder in die Kita Lütten Hus darf.

vh 

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