Selbstgebraute Bowle im Knast: Häftlinge in Klinik

Düsseldorf - Eine hochprozentige “Häftlingsbowle“ hat 14 Insassen der Justizvollzugsanstalt (JVA) Düsseldorf einen Kurzaufenthalt auf der Intensivstation eingebracht.

Zunächst hatten JVA-Beamte am Montagnachmittag nur bei einem Häftling seltsames Verhalten bemerkt. Nach Alkoholtests seien dann aber bei 13 weiteren Insassen bis zu 1,8 Promille festgestellt worden, teilte Anstaltsleiter Bernhard Lorenz der Deutschen Presse-Agentur dpa am Dienstag mit.

Erste Erkenntnisse ergaben, dass die Häftlinge ein hochprozentiges Alkoholgemisch aus Fruchtsaft, Obst und Zucker getrunken hatten. Dieses sei unbemerkt in den Arbeitsräumen der Vollzugsanstalt in einem Industrie-Eimer hergestellt worden. Auf Veranlassung des Notarztes wurden die zwischen 25 und 35 Jahre alten Männer vorsorglich zur Beobachtung auf die Intensivstationen verschiedener Kliniken gebracht.

Bis Dienstagmittag seien bereits acht Häftlinge in die JVA zurückgekehrt - “leicht verkatert“, aber wohlauf. Die übrigen Männer wurden bis zum Abend zurück erwartet. Die Häftlinge müssen nun mit Freizeiteinschränkungen rechnen.

dpa

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