Krebs: Immer mehr Menschen werden krank

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Brustkrebs ist bei Frauen die häufigste Krebsart.

Berlin - Die Zahl der Krebserkrankungen in Deutschland ist in den vergangenen 20 Jahren drastisch nach oben geschnellt. Das teilt das Robert-Koch-Institut mit. Es nannte auch Gründe für den Anstieg.

Aktuell leben rund 1,45 Millionen Tumorpatienten in Deutschland, deren Krankheit vor höchstens fünf Jahren entdeckt wurde. Dies entspricht bei den Frauen einem Zuwachs von 40 Prozent im Vergleich zu 1990. Bei den Männern beträgt das Plus sogar 90 Prozent.

Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten umfassenden Darstellung des Berliner Robert-Koch-Instituts hervor. Gründe für den rasanten Anstieg sind die wachsende Zahl alter Menschen, die im Schnitt öfter an Krebs erkranken; hinzu kommen verbesserte Überlebensaussichten der Patienten sowie eine verstärkte Früherkennung.

Der höhere Anstieg bei den Männern erklärt sich auch daraus, dass inzwischen die durch den Weltkrieg gerissene “demografische Lücke“ geschlossen wurde, und es wieder mehr alte Männer gibt.

2006 gab es fast 430.000 Krebsneuerkrankungen in Deutschland, seit 1990 ist diese Zahl um fast 30 Prozent gestiegen. Eine weitere Zunahme auf 450.000 im laufenden Jahr sei absehbar, hieß es.

dapd

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