Landgericht Ulm: Gewalttäter zu hohen Haftstrafen veruteilt

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Sie haben versucht, einen 60-jährigen umzubringen. Das Landgericht Ulm bringt die Gewalttäter nun hinter Gitter.

Sie hatten einen 60-jährigen Mann schwer misshandelt, nun müssen sie in den Knast: Das Landgericht Ulm veruteilte zwei Männer, die einem Mann mehrere Schädelknochen brachen, wegen versuchten Mordes.

Sie schlugen einen 60-jährigen Mann in Göppingen mit einer Holzlatte und einem Staubsaugerrohr und verletzten ihn schwer mit einer Schere. Schließlich steckten sie ihrem Opfer einen Feuerwerkskörper in den Mund, den sie anzündeten. Erst einen Tag später wurde der schwer verletzte Mann von der Mitarbeiterin eines Pflegedienstes gefunden. Das Landgericht Ulm verurteilte nun am Dienstag zwei junge Männer zu hohen Haftstrafen.

Ein 27-jähriger Mann müsse unter anderem wegen versuchten Mordes für 13 Jahre ins Gefängnis, sein 20 Jahre alter Komplize habe eine Jugendstrafe von neun Jahren bekommen, sagte ein Gerichtssprecher. Mitangeklagt war auch ein Ehepaar, mit dem sich der 60-Jährige den Ermittlungen zufolge seit langem einen erbitterten Nachbarschaftsstreit geliefert hatte. Es beschuldigte das Opfer, Strom abgezweigt und Flaschen und Lebensmittel im Keller des Hauses gestohlen zu haben. Der Mann sei wegen Beihilfe zum versuchten Mord zu drei Jahren, seine Frau zu drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden, sagte der Gerichtssprecher. Der 60-Jährige erlitt bei der Attacke eine lebensbedrohliche Gehirnblutung, mehrere Schädelknochen waren gebrochen. Aus seinem Magen mussten drei Glassplitter entfernt werden.

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