Loveparade: Bericht der Polizei bleibt geheim

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Bei der Loveparade 2010 brach eine Panik aus

Duisburg - Der Abschlussbericht der Essener Polizei zum Unglück bei der Loveparade bleibt vorerst unter Verschluss. Auch dem Innenausschuss des Landtags bleiben die Dokumente zunächst vorenthalten. 

Der Bericht über mögliche Einsatzfehler der Duisburger Polizei bei der Loveparade-Katastrophe bleibt bis auf weiteres unter Verschluss. Auch die Mitglieder des nordrhein- westfälischen Landtags-Innenausschusses bekommen ihn nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht. Die Staatsanwaltschaft Duisburg sehe bei einer Veröffentlichung des Berichtes ihre weiteren Ermittlungen gefährdet, sagte Behördensprecher Detlef Nowotsch am Mittwoch. Er wollte nicht sagen, wie lange die Staatsanwaltschaft noch ermittelt und wann der Bericht publik gemacht werden kann. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD), der selbst aus Duisburg stammt, hatte dem Ausschuss zunächst Einblick in den Bericht zugesagt, dies dann aber wieder zurückgenommen und zur Begründung auf die Staatsanwaltschaft verwiesen.

Die Duisburger Behörde führt mit Unterstützung einer Kölner Polizei-Ermittlungsgruppe ein Mammut- Ermittlungsverfahren gegen unbekannt, um die Hintergründe des Unglücks vom 24. Juli mit 21 Toten aufzuklären. Die Partygänger waren bei einem Massenauflauf in einem Tunnel zu Tode gedrückt worden. Unabhängig von diesem Ermittlungsverfahren untersuchte die Essener Polizei nach dem Unglück, ob ihre Duisburger Kollegen bei dem Loveparade-Einsatz Fehler begangen haben. Um den Essener Abschlussbericht geht der Streit. Vorwürfe gegen die Polizei hatte der Veranstalter Lopavent erhoben.

Nach seiner Auffassung haben die Beamten im entscheidenden Moment mit einer Polizeikette das völlig überfüllte Veranstaltungsgelände abgesperrt und so den Besuchern die Fluchtmöglichkeit genommen. Der Inspekteur der NRW-Polizei, Dieter Wehe, hatte dieser Darstellung Anfang September bei einer Sitzung des Landtagsausschusses widersprochen: Die Sperrung der Rampe sei auf Ersuchen des Veranstalters erfolgt, so Wehe.

Gedenken an die Opfer der Loveparade

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dpa

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