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Mutter soll Tochter für Sex verkauft haben

Hildesheim - Rauswurf oder Prostitution: Vor diese Wahl soll eine Mutter ihre minderjährige Tochter gestellt haben. Die Frau steht jetzt vor Gericht.

Weil sie ihre damals 16 Jahre alte Tochter im Internet als Prostituierte verkauft haben soll, steht eine 37-Jährige im Januar in Hildesheim vor Gericht. Die Frau soll auf diversen Portalen eine falsche Altersangabe gemacht, Termine organisiert, Preise ausgehandelt und den gesamten Lohn für den käuflichen Sex eingesteckt haben. Die Taten lagen im Zeitraum von 2012 bis Juli 2013, wie das Landgericht am Freitag mitteilte. Über den Fall hatte zuerst die „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“ berichtet. Dem Mädchen soll die Mutter mit dem „Rauswurf“ gedroht haben, falls dieses sich weigert, der Prostitution nachzugehen.

Der Anklagevorwurf beim Landgericht gegen die 37-Jährige lautet Zuhälterei und sexueller Missbrauch von Kindern. Mitangeklagt ist der 40 Jahre alte Lebensgefährte der Frau. Er soll in drei Fällen die damals 11 und 16 Jahre alte Töchter der Angeklagten sexuell missbraucht haben. Laut Anklage war die Mutter dabei anwesend. Statt das Geschehen zu unterbinden, habe sie es sogar gefördert. Der Prozess vor der großen Jugendkammer startet am 18. Januar. Geplant sind vier Verhandlungstage. Demnach könnte am 8. Februar das Urteil gesprochen werden.

dpa

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