Neue Ansätze im Mordfall der achtjährigen Johanna

Friedberg - Zehn Jahre nach der Ermordung der damals achtjährigen Johanna Bohnacker aus Ranstadt-Bobenhausen (Wetteraukreis) verfolgt die Polizei einen neuen Ermittlungsansatz.

„Aufgrund bestimmter Umstände schließen wir es nicht aus, dass ein Mittäter oder eine Mittäterin dabei war“, sagte der Sprecher der Polizei Friedberg (Wetteraukreis), Willi Schwarz, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AP. Bislang war die Polizei stets von einem Einzeltäter ausgegangen. Zudem gehe die Polizei inzwischen davon aus, dass Johanna ihre Mörder kannte und dass es Mitwisser der Tat gibt. Die Ermittler hätten den Fall nicht zu den Akten gelegt und verfolgten nach wie vor jede erdenkliche Spur. Die Weiterentwicklung der Kriminaltechnik arbeite gegen den Mörder.

Johanna war am 2. September 1999 in ihrem Heimatort beim Spielen verschwunden. Das Mädchen wurde zuletzt gegen 17.20 Uhr in der Nähe des örtlichen Sportplatzes lebend gesehen. Am 1. April 2000 wurde die Leiche des Kindes nahe der Autobahn Frankfurt-Kassel bei Alsfeld in Nordhessen gefunden. Auf einem Klebeband, mit dem das Kind offenbar gefesselt war, fand sich eine Handflächenspur. Insgesamt drei Massenvergleichstests in der Bevölkerung führten bislang nicht zu einem Fahndungserfolg.

AP

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