RAF-Mord an Buback: Neuer Verdacht gegen Verena Becker

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Die frühere RAF-Terroristin Verena Becker (links) war 1977 möglicherweise doch am Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback beteiligt.

Karlsruhe - Die frühere RAF-Terroristin Verena Becker war möglicherweise doch am Attentat auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback im Jahr 1977 beteiligt.

An den damaligen Bekennerschreiben der Terrorgruppe wurden DNA-Spuren entdeckt, die von ihr stammen. Am Donnerstag hat die Polizei ihre Wohnung durchsucht, teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Nach Angaben der Karlsruher Ermittler hat das Bundeskriminalamt mehrere Briefumschläge molekulargenetisch untersuchen lassen. Nach einem Gutachten vom Februar bestehe kein Zweifel, dass die Anhaftungen von Verena Becker stammten. In einem weiteren Gutachten des Instituts für Forensische Genetik in Münster seien Spuren direkt auf zwei Bekennerschreiben untersucht worden, bei denen Becker als Verursacherin nicht ausgeschlossen werden könne.

Mehr als 30 Jahre nach dem Mord an Buback und seinen beiden Begleitern in Karlsruhe haben die Ermittlungen damit eine überraschende Wende genommen. Im Juli des vergangenen Jahres hatte eine DNA-Untersuchung die Ex-Terroristin zunächst entlastet. Als unmittelbare Täter galten Christian Klar, Knut Folkerts sowie der - aus Krankheitsgründen nicht verurteilte - Günter Sonnenberg, als Rädelsführerin war Brigitte Mohnhaupt verurteilt worden.

dpa

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