Maschine aus Düsseldorf muss notlanden

Ryanair-Flieger in Turbulenzen - drei Verletzte

Dublin - Ryanair wirbt damit, dass seine Flüge billig seien. Aber sind sie auch sicher? Jetzt verletzten sich drei Menschen an Bord einer Maschine, die durch schwere Turbulenzen flog.

Erneuter Zwischenfall bei der Billigfluglinie Ryanair: Nach schweren Turbulenzen musste eine Maschine aus Weeze am Niederrhein am Donnerstag auf dem Flughafen Palma de Mallorca notlanden. Drei Menschen wurden verletzt, wie die Airline mit Hauptsitz in Dublin auf ihrer spanischen Internetseite mitteilte. Die Piloten des Fluges FR6218 hätten die Notlandung beantragt, um ihnen möglichst rasch eine medizinische Behandlung zu ermöglichen.

Bei heftigen Luftturbulenzen wurden eine Passagierin und zwei Crewmitglieder leicht verletzt. Nach der vorgezogenen Landung sind die beiden Flugbegleiter und die Passagierin nun wieder wohlauf. Sie hätten sich Blutergüsse zugezogen und wurden zuerst im Krankenhaus behandelt. Der andere Flugbegleiter habe nicht im Krankenhaus behandelt werden müssen, sagte ein Sprecher von Ryanair. Das Flugzeug mit 167 Passagieren an Bord sei normal gelandet, an ihm sei kein Schaden entstanden. Warum das Flugzeug durch die Turbulenzen geflogen war, konnte eine Sprecherin nicht sagen. Bei den Turbulenzen habe es sich um ein normales Gewitter gehandelt.

Im Juli war der Billigflieger nach mehreren Notlandungen in die Kritik geraten. Wegen eines Gewitters wurden damals zahlreiche Flugzeuge mit Ziel Madrid nach Valencia umgeleitet. Drei Ryanair-Maschinen mussten dabei den Notruf Mayday ausgeben, da die Kerosinmenge ein vorgeschriebenes Minimum erreicht hatte. Es wurden Vorwürfe laut, die Fluglinie habe Sicherheitsprobleme. Ryanair-Chef Michael O'Leary wies die Kritik in einem Interview mit der „Financial Times Deutschland“ zurück. Es habe sich um ein „außergewöhnliches Ereignis“ gehandelt.

dpa

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