Schneealarm: Chaos in Deutschland!

Berlin - Heftige Schneefälle und Eisglätte haben am Mittwoch landesweit zu Unfällen, Staus und Verspätungen bei Bahn und Flügen geführt. Ein Überblick über das Chaos in Deutschland:

Neuschnee und Glatteis haben am Mittwoch vor allem im Osten Deutschlands den Verkehr erheblich behindert. In Sachsen ging besonders auf den Autobahnen oftmals nichts mehr, teilte der Verkehrswarndienst Dresden mit. Im Süden Brandenburgs blieben Lastwagen in Schneeverwehungen stecken, in einigen Regionen konnten Schulbusse nicht fahren.

Am Münchner Flughafen wurden bis Mittag mehr als 60 Flüge gestrichen. Bereits achtmal seien die beiden Start- und Landebahnen geräumt worden, hieß es am Vormittag. In dichtem Schneetreiben wurden auf der A20 bei Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) drei Menschen bei einem Unfall schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte.

So bleibt Ihr Auto im Winter fit

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Die A17 wurde in Richtung Prag von Dresden bis zur Landesgrenze großräumig gesperrt. Auch die A14 war in einem Abschnitt betroffen: Dort hatte ein Lastwagen die Leitplanke durchbrochen und blockierte beide Fahrspuren. Auf der A4 sorgten querstehende Lastwagen an mehreren Stellen für kilometerlange Staus. Überall in Sachsen erschwerten heftige Schneeverwehungen den Verkehr auf Kreis- und Bundesstraßen. Bei der Deutschen Bahn fielen am Vormittag zahlreiche Züge aus.

Auch in Brandenburg gab es Probleme auf den Straßen. Wo sich der Schnee bis zu 80 Zentimeter auftürmte, sei kein Durchkommen gewesen, sagte die Sprecherin des Landkreises Uckermark, Ramona Fischer. Die Zahl der Unfälle war am Mittwochmorgen laut Polizei aber nicht größer als üblich. Die Autofahrer hätten sich auf die Schneemassen und die glatten Straßen recht gut eingestellt, hieß es.

In Thüringen gab es auf der A9 bei Schleiz kein Durchkommen mehr für Lastwagenfahrer. Dort war ein Gefahrguttransporter umkippt. Die Polizei leitete zumindest die Autos an dem Stau vorbei. Starke Schneeverwehungen auch auf vielen Straßen in Sachsen-Anhalt.

Schnee und Eis bremsten auch den Verkehr in Berlin. An den Flughäfen, bei manchen Regionalzügen und der S-Bahn mussten Reisende Verspätungen hinnehmen. Räumdienste waren im Dauereinsatz. An den beiden Flughäfen Tegel und Schönefeld wurden einzelne Flüge gestrichen, wie ein Sprecher der Betreibergesellschaft sagte. Grund sei, dass Maschinen von anderen, stärker betroffenen Airports nicht nach Berlin kommen konnten.

In manchen Kommunen geht das Streusalz zur Neige: Ohne grundlegende Wetteränderung reichten die Vorräte noch bis Montag, sagte eine Sprecherin der Stadt Bonn. Eine Nachbestellung über 50 Tonnen Salz sei für die nächsten Tage zugesagt. Aber ein genaues Lieferdatum gebe es nicht. Die für diesen Winter bestellte Menge liege etwas über der des Vorwinters, sagte die Sprecherin.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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