Unwetter im Norden, Sonne im Süden

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Am Strand in Warnemünde stürmt es.

Hamburg - Bei einem Sturm im Norden Deutschlands ist am Mittwoch ein Seemann in Bremen über Bord gegangen und dabei ums Leben gekommen. Im Süden ist es frühlingshaft warm.

In Teilen Niedersachsens verursacht das Orkantief “Jürgen“ zudem erhebliche Schäden. Bei dem Unglück im Binnenhafen der Stadt Bremen war nach Polizeiangaben der Wellengang aufgrund des Sturms so stark, dass der 52 Jahre alte Seemann bei einem Anlegemanöver sich nicht mehr an Deck halten konnte und zwischen zwei Schiffe geriet. Der Mann sei tot geborgen worden.

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In Hamburg fuhr eine S-Bahn auf eine umgestürzte Tanne. Trotz einer Schnellbremsung konnte der Fahrer die Kollision nicht verhindern. Nach Angaben der Bundespolizei wurde niemand verletzt. Auch im angrenzenden Landkreis Stade verursachte der Sturm erhebliche Schäden. In mehreren Ortschaften seien Bäume auf parkende Autos gefallen, die dabei zum Teil so stark beschädigt worden seien, dass von einem Totalschaden auszugehen sei, meldete die Polizei. Der Gesamtschaden liege bei mehreren 10.000 Euro.

Im Südwesten 18 Grad und Sonne

Für die kommenden Tagen erwatet der Deutsche Wetterdienst eine Beruhigung der Wetterlage im ganzen Land. Immer wieder soll auch mal die Sonne durchblitzen. Auf jeden Fall bleibt es in den nächsten Tagen fast überall in Deutschland trocken. Der Freitag beginnt nebelig. In einigen Teilen hält sich die Bewölkung, teils wird es aber auch heiter und sonnig. Die Höchstwerte liegen zwischen 10 Grad im Nordosten und 18 Grad im Südwesten. In der Nacht zum Samstag verdichtet sich die Bewölkung allmählich, es ist aber weitgehend trocken.

Tagsüber ist es heiter, nur im Norden zeigen sich zeitweise auch dichtere Wolken. Dabei ist an der Küste etwas Regen möglich. Die Temperatur steigt auf 11 bis 16 Grad, bei längerem Sonnenschein auch bis 19 Grad. In der Nacht zum Sonntag ist es in der Südhälfte Deutschlands anfangs teils klar, später bilden sich erneut Nebelfelder. Diese lösen sich auch tagsüber nur sehr langsam auf; nur örtlich zeigt sich blauer Himmel. Die Höchsttemperatur bewegt sich zwischen 10 und 13 Grad, am Rhein steigen die Werte örtlich bis auf 15 Grad. Der Wind weht meist schwach, frischt allerdings an der Küste kräftig auf. An der Nordsee und im Bergland sind stürmische Böen möglich.

AP

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