Serientäter? Polizei sucht nach Taximörder

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Nach zwei Überfällen auf Taxifahrer in einem Umkreis von weniger als 40 Kilometern prüft die Polizei in Niedersachen einen möglichen Zusammenhang.

Oldenburg - Nach zwei Überfällen auf Taxifahrer in einem Umkreis von weniger als 40 Kilometern prüft die Polizei in Niedersachen einen möglichen Zusammenhang.

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Polizei fahndet nach Mörder eines Taxifahrers

Am Freitag war ein 58-jähriger Taxifahrer nahe Oldenburg mit mehreren Stichen in den Oberkörper ermordet worden. Am Samstag überfiel ein Unbekannter eine 61-jährige Taxifahrerin bei Delmenhorst. Die Frau wurde nach Polizeiangaben durch Messerstiche schwer verletzt, war am Sonntag aber außer Lebensgefahr. Den ermordeten Taxifahrer hatte ein Zeuge am Freitagnachmittag gegen 15.15 Uhr noch lebend am Steuer gesehen, wie die Polizei mitteilte.

Er wurde später in einer abgelegenen Gegend an der Grenze zwischen Oldenburg und Moorhausen (Gemeinde Elsfleth) in seinem Wagen umgebracht. Der Täter hat ihn mehrere Male in den Oberkörper gestochen. Zur Tatwaffe, die nach Medienberichten im Taxi gelegen haben soll, wollte die “Moko (Mordkommission) Taxi“ aus ermittlungstaktischen Gründen noch nichts bekanntgeben. Die Polizei in Oldenburg fahndet mit einem Phantombild nach dem letzten Fahrgast, einem jungen Mann im Alter von 20 bis 25 Jahren.

Die Plakate seien am Sonntag auch bei den Wahllokalen aufgehängt worden, sagte Sprecher Markus Scharf. Zudem stehe die Oldenburger Polizei im Kontakt zur Polizei in Diepholz, um zu klären, ob es einen Zusammenhang mit dem Überfall auf eine Taxifahrerin gibt. Es gebe aber noch nichts Spruchreifes, sagte Scharf. In Stuhr bei Delmenhorst war nach Angaben der Polizei Diepholz am Samstag gegen 17.00 Uhr eine Taxifahrerin von ihrem Fahrgast, einem jungen Mann, mit einem Messer angegriffen worden.

Der Mann habe ohne Vorwarnung auf sein Opfer eingestochen und sei dann zu Fuß geflüchtet. Vom Täter fehlte am Sonntag noch jede Spur, auch das Motiv war unklar. Die Taxifahrerin hat dem Bericht der Polizei zufolge noch nach Delmenhorst zurückfahren können und sei dann in ein Krankenhaus gebracht worden. 

ap

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