Für das Erbe

Behörden-Irrsinn: Witwer muss 13 Geschwister seiner Frau ausfindig machen

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Hat jetzt viel zu tun: Wolfgang Krömer hat seine Frau verloren und muss nun 13 Geschwister seiner verstorbenen Frau ausfindig machen, die zum Teil verschollen sind, um einen Erbschein zu bekommen. Er wohnt in Rhöda, seine Frau wohnte in Neu-Berich. Von daher ist für ihn auch das Nachlassgericht im Landkreis Waldeck-Frankenberg zuständig.

Es ist noch keine vier Wochen her, als Wolfgang Krömer sich für immer von seiner Frau verabschieden musste. Trotzdem muss er sich nun mit einer weiteren Bürde herumschlagen. 

Am 19. August starb Wolfgang Krömers Frau nach einer kurzen und schweren Erkrankung. Um zu erben, muss er 13 Geschwister seiner Frau finden. Eigentlich hatten die Eheleute, die sich seit 38 Jahren kannten und 33 Jahre verheiratet waren, alles geregelt. 

Auch ein Berliner Testament (gegenseitige Alleinerben) ist vorhanden. Trotzdem kann Krömer zunächst nicht die gemeinsamen vier Häuser verkaufen, weil er dazu einen Erbschein braucht. Bevor er den bekommt, müssen alle 13 Geschwister seiner verstorbenen Frau und deren Erben informiert werden.

Teilweise leben sie im Ausland oder sind schon tot

Das Problem: Die Geschwister seiner verstorbenen Frau, die aus Kassel stammt, und ihre Familien leben nicht nur in Deutschland, sondern auch in Amerika. Zum Teil sind sie auch schon länger tot und die Namen der Nachkommen gar nicht bekannt.

„Ich weiß nicht, wie lange das dauern soll“, sagte Krömer. Zwar müsse er jetzt nicht jeden Einzelnen ausfindig machen, weil das auch das Nachlassgericht machen würde. Doch er kann es durch seine Mithilfe beschleunigen.

Wieso die Behörden dem Witwer solche Umstände machen und wie er eine Änderung im Bürgerlichen Gesetzbuch bewirken will, um anderen Trauernden diese Situation zu ersparen, lesen Sie auf HNA.de*.

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