Prozessbeginn

Vater gesteht: Tochter jahrelang missbraucht

Itzehoe - Unfassbar: Ein Vater hat zu Beginn eines Prozesses in Itzehoe (Schleswig-Holstein) gestanden, seine Tochter über 100 Mal missbraucht zu haben.  Allerdings hatte er eine Ausrede parat.

Mit einem Geständnis des Angeklagten hat am Donnerstag ein Missbrauchsprozess vor dem Landgericht Itzehoe begonnen. Der 54 Jahre alte Mann aus einem Dorf in Dithmarschen bestätigte, sich an seiner leiblichen Tochter - von deren elften Lebensjahr an - vergangen zu haben. Die Staatsanwaltschaft warf dem zwölffachen Vater für die Zeit von Ende 2009 bis zu seiner Festnahme im März 2013 insgesamt 143 Taten vor.

Er habe das Mädchen ein bis zwei Mal pro Woche missbraucht, sagte der Angeklagte, behauptete jedoch: „Sie wollte es selber.“ Sie habe es darauf angelegt, sagte der Angeklagte. Erst auf Nachhaken des Richters zeigte er einen Anflug später Reue: „Ich habe ihre Kindheit ausgenutzt.“ Die Verbrechen flogen auf, als sich das Mädchen in einem Internet-Chat outet. Dort klagte sie: Ihr Vater habe sie über Jahre vergewaltigt.

Rubriklistenbild: © dpa

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