Verschmähte Liebe: Schüler tötet Lehrerin

Bremen - Weil sie einen verliebten Schüler zurückwies, musste eine Lehrerin aus Bremen an Weihnachten 2009 sterben. Nun muss sich ein Ex-Schüler vor dem Landgericht wegen Mordes verantworten.

Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt, weil der 21-jährige Mann die schöne Chemie- und Biologielehrerin monatelang ausspioniert hatte und ihre Warnungen ungehört geblieben waren. Der Angeklagte hat die Tat bei der polizeilichen Vernehmung gestanden.

Die Lehrerin hatte seit 2006 an einem Gymnasium in Osterholz-Scharmbek bei Bremen unterrichtet, das der heute 21-Jährige besuchte. Er verliebte sich in seine Lehrerin und zeigte ihr das auch. Die Lehrerin schaltete daraufhin die Schulleitung ein. Im Frühjahr 2009 musste der junge Mann die Schule wegen schlechter Leistungen verlassen. Er begann die Lehrerin zu beobachten und bekam heraus, wo sie wohnte.

“Was ich nicht haben kann, soll sie auch nicht haben“

Am Tattag, dem 19. Dezember 2009, steckte er zwei Messer und eine “Holzpistole“ ein und befestigte einen Peilsender an ihrem Auto. Dann lauerte er ihr auf dem Parkplatz vor ihrer Wohnung auf. Als die Lehrerin kam, verlangte er, sie solle ihn mit in ihre Wohnung nehmen. Dort hatte er sie mit einem Katalog von mehreren Tausend Fragen konfrontieren wollen. Zudem habe er zerstören wollen, was ihr lieb und teuer war, sagte er später: “Was ich nicht haben kann, soll sie auch nicht haben“, sagte er laut Ermittlungen. Die Frau wehrte sich und rief um Hilfe. Als ein Passant herbeieilte, tötete der 21-Jährige sie mit mehr als 20 Messerstichen seines Kampfmessers. Anschließend rief er über sein Mobiltelefon selbst die Polizei und stellte sich.

Der junge Mann war schon früher psychisch auffällig geworden. Er galt als Einzelgänger, der sich teil passiv, teils aggressiv verhielt. Für den Prozess sind zunächst acht Verhandlungstage angesetzt.

dapd

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