Ypsilanti: keine SPD-Präsidiums-Ambitionen

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Andrea Ypsilanti will nicht wieder ins SPD-Spitzengremium.

Frankfurt/Main - Die frühere hessische SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti hat Meldungen dementiert, dass sie erneut ins Präsidium der Bundes-SPD wolle.

“Das ist schlicht eine Falschmeldung“, sagte sie der dpa am Samstag in Frankfurt. Zuvor hatte Der Spiegel berichtet, dass sie im Kreise von Parteilinken ihre Chancen eruiert habe.

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Dem obersten SPD-Gremium mit 16 Mitgliedern gehört Ypsilanti seit 2007 an. Ypsilanti sagte, dass es von ihrer Seite kein Bestreben gebe, noch einmal in das Spitzengremium zu kommen. Es gehöre aber ein Vertreter aus Hessen hinein und das sei ihr Nachfolger, der Landesparteichef Thorsten Schäfer-Gümbel. Ob sie noch einmal für den größeren Parteivorstand kandidiere, sei noch nicht entschieden.

Vor elf Monaten war Ypsilantis zweiter Versuch an den eigenen Reihen gescheitert, sich mit Hilfe der Linken zur hessischen Ministerpräsidentin wählen zu lassen. Ypsilanti war nach dem anschließenden Debakel bei der Hessen-Wahl im Januar 2009 vom Vorsitz der Landespartei und der Landtagsfraktion zurückgetreten. Ihren Posten im Führungsgremium der Partei hatte sie aber behalten. Nach der für die SPD desaströsen Bundestagswahl waren in Hessen Stimmen laut geworden, die wieder eine wichtigere Rolle für die frühere Chefin forderten.

dpa

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