Zahl der "UFO-Alarme" deutlich gesunken

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Ein Klassiker der vermeintlichen UFO-Sichtungen: Eine angebliche fliegende Untertasse, aufgenommen von einem 13-jährigen Jungen am 15.02.1954 in Coniston in Großbritannien.

Mannheim - Verlieren die Ausserirdischen etwa das Interesse an der Erde? Die Zahl der “UFO-Alarme“ ist in diesem Jahr stark zurückgegangen.

Nach Angaben der Mannheimer UFO-Meldestelle wurden 2009 in Deutschland nur knapp 1.000 unidentifizierbare Flugobjekte gemeldet. Im vergangenen Jahr seien dagegen noch mehr als 1.600 vermeintliche UFO am Nachthimmel erspäht worden, sagte der Leiter der Meldestelle, Werner Walter, der Nachrichtenagentur AP.

“Den größten Spuk am deutschen Himmel haben auch dieses Jahr wieder die zahlreichen Himmelslaternen verursacht“, sagte Walter. Viele Menschen würden beim Anblick der fliegenden Papierlaternen, die im Handel gerne als Partygag verkauft werden, an UFOs denken.

“Da rufen die Leute uns dann an und wollen wissen, um welches seltsame Himmelsphänomen es sich handeln könnte“, sagte der Experte. Mittlerweile sei es wegen der Brandgefahr in fast allen Bundesländern verboten, die Laternen steigen zu lassen. Aber auch die Internationale Raumstation ISS wird seit Frühjahr häufig als UFO gemeldet.

“Im Frühjahr hat die ISS vier weitere Solarflügel erhalten, so dass die Raumstation am Nachthimmel alle zwei Monate für zwei bis drei Wochen gut sichtbar ist“, sagte Walter. Gelegentlich werde auch mal ein UFO gemeldet, das sich dann als herabfallender Meteor entpuppt habe.

AP

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