Zoobesucher entsetzt: Braunbär tötet Braunbärin

Stralsund - Vor den Augen entsetzter Zoobesucher hat ein Braunbär im Tierpark von Stralsund eine Braunbärin angefallen und getötet.

 Der Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag gegen 14.00 Uhr, wie Zoodirektor Christoph Langner am Sonntag der AP sagte. Warum der Bär aggressiv wurde, ist nach seinen Worten ein Rätsel. Nichts habe zuvor auf ein solches Verhalten hingedeutet. Die beiden Syrischen Braunbären waren noch nicht lang im Tierpark. Die Bärin Klara sei vor gut zwei Jahren gekommen, der Bär Balou etwa ein halbes Jahr später, sagte der Sprecher der Hansestadt, Peter Koslik. Sie seien zunächst getrennt untergebracht worden. Ihr Verhältnis habe sich “in den letzten Wochen stark entspannt“, sagte Langner. “Sie hatten sich aneinander gewöhnt.“ Die Zuschauer der Tragödie hätten sofort das Zoopersonal gerufen, berichtete der Direktor. Helfer hätten versucht, den Bären mit Feuerlöschern und Knallkörpern abzulenken, was aber nicht gelungen sei. Es habe einige Zeit gedauert, bis man den Bären habe abdrängen und wegschließen können. Was die Tragödie ausgelöst habe, sei noch nicht bekannt. “Wir müssen uns selbst noch ein Bild verschaffen“, sagte Langner. Die tote Bärin solle am Montag zur Untersuchung gebracht werden, um die genaue Todesursache zu klären. Syrische Braunbären gelten als kleinere Vertreter in der Gattung der Braunbären, zu der zum Beispiel auch der nordamerikanische Grizzly gehört. Sie sind hellbraun gefärbt, erreichen eine Größe zwischen 1,50 und 2,50 Meter und ein Gewicht von 500 Kilogramm. In freier Wildbahn ist die Art vom Aussterben bedroht. Ende## AP

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