Neunter Fall von Schweinegrippe in Sachsen-Anhalt

Berlin - In Deutschland gibt es den neunten Fall von Schweinegrippe. Ein 38-Jähriger aus Sachsen-Anhalt hat sich auf einer Mexiko-Reise angesteckt, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit.

Wie RKI-Präsident Jörg Hacker erklärte, habe sich der Mann nach seiner Rückkehr mit Symptomen einer leichten Grippe gemeldet und werde nun behandelt. Er sei isoliert worden, befinde sich aber nicht im Krankenhaus.

Im Fall des erkranken Ehepaares in Bayern gibt es laut Hacker keine neuen Aspekte. Das RKI-Beobachter-Team sei von dort inzwischen mit zahlreichen epidemiologischen Erkenntnissen zurückgekehrt. Insgesamt seien sechs Verdachtsfälle aufgelaufen, die untersucht würden.

Die Zahl der Verdachtsfälle sinke aber. “Wir sehen eine gewisse Stabilisierung in Deutschland, aber keinen Grund zur Entwarnung“, erklärte Hacker. “Wir müssen in den nächsten Tagen mit weiteren Einzelfällen rechnen, das liegt in der Natur der Sache.“

In der EU liegen nach seinen Angaben Meldungen aus nunmehr elf Ländern über Infektionen vor, nachdem Portugal neu hinzugekommen sei. Insgesamt handele es sich um 107 Fälle. Am Vorabend habe die Zahl der Patienten noch bei 95 gelegen. Der Anstieg sei allerdings nicht dramatisch.

AP

Rubriklistenbild: © dpa

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