Studie: Familie wichtiger als Beruf oder Freizeit

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Die Rolle eines Kindes im eigenen Leben wird einer Studie zufolge sehr positiv eingeschätzt.

Eichstätt - Die Bundesbürger schätzen die Bedeutung der Familie hoch ein. Mehr als die Hälfte der deutschen Männer wäre bereit, Elternzeit zu nehmen, um für die Kinder da zu sein.

Das ergab eine am Montag veröffentlichte Studie der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Danach bewerten gut drei Viertel der Befragten die Familie wichtiger als Beruf oder Freizeit. Auch die Rolle eines Kindes im eigenen Leben wurde sehr positiv eingeschätzt. So stimmten 42 Prozent der Befragten uneingeschränkt der Aussage zu: “ein Kind gibt meinem Leben erst den wahren Sinn“. 60 Prozent der Männer erklärten eine hohe Bereitschaft, in Elternzeit zu gehen. Bei den Frauen waren es fast 90 Prozent.

Allerdings zeigte sich auch: je höher das Einkommen der Männer, desto geringer die Bereitschaft, selbst Elternzeit zu nehmen. Frauen waren hingegen auch mit hohem Einkommen häufiger dazu bereit, in Elternzeit zu gehen.

Für die Studie waren im vergangenen Jahr 1200 Teilnehmer befragt worden. Grundlage war eine Stichprobe in vier zufällig ausgewählten Bundesländern. Interviewt wurden Männer und Frauen deutscher Staatsangehörigkeit im Alter von 18 bis 70 Jahren.

dpa

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