Tochter getötet: Mutter soll lebenslang ins Gefängnis

Stuttgart - Sie soll ihre kleine Tochter in den Neckar geworfen und dadurch getötet haben: Vor Gericht forderte der Oberstaatsanwalt für die 34-jährige Mutter eine lebenslange Haftstrafe.

Oberstaatsanwalt Hans-Otto Rieleder warf der Einzelhandelskauffrau  heimtückischen Mord vor. Er sagte vor dem Stuttgarter Landgericht, es sei unverständlich, warum es zur Tötung des vier Jahre alten Mädchens gekommen sei. Die Verteidigung plädierte auf Totschlag und forderte maximal sieben Jahre Gefängnis. Die Frau hatte ein Geständnis abgelegt.

Verteidigerin Annegret Wiese sagte, ihre Mandantin sei vermindert schuldfähig und leide unter einer tiefgreifenden Bewusstseinsstörung. Die Tat sei von Sinnlosigkeit nicht zu überbieten. Laut dem psychiatrischen Gutachten war die Angeklagte aber voll schuldfähig.

Der Staatsanwalt warf der Frau vor, die kleine Iva-Maria am 12. Dezember von der Brücke aus sechs Metern Höhe in den Fluss gestoßen zu haben. Das Kind ertrank innerhalb weniger Minuten. Ein Schleusenwärter entdeckte den Leichnam später in der Neckarschleuse in Stuttgart-Untertürkheim.

Die Mutter wollte danach Selbstmord begehen, konnte diesen Entschluss jedoch nicht in die Tat umsetzen und stellte sich einige Stunden später der Polizei in der Stuttgarter Innenstadt. Nach Darstellung der Anklage handelte die Frau aus einem Gefühl der Überforderung bei der Erziehung ihrer Tochter. Das Urteil wird für den 27. Mai erwartet.

AP

Rubriklistenbild: © dpa

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