Stadtparty „hr3@night“ bietet 50 Künstler in 20 Locations samt Bus-Shuttle für zwölf Euro

Abfeiern mit Mengenrabatt

Normalerweise muss tief ins Portemonnaie greifen, wer ordentlich unterhalten werden will. Konzerttickets sind selten unter 30 Euro zu haben. Wem gerade mehr nach Atze Schröder, Mario Barth, Dieter Nuhr oder anderen Comedy-Sternchen ist, der muss auch 20 Euro aufwärts locker machen.

Oder darf´s ein Festival sein? Dann sind schnell weit mehr als 100 Euro fällig. Doch einmal im Jahr ist alles anders. Einmal im Jahr verwandelt „hr3@night“ ganz Frankfurt für kleines Geld in eine große Partyzone. Für schlappe zwölf Euro gibt es am Samstag, 27. März, mehr als 50 Bands, DJs, Comedians, Künstler und Events zu erleben. Und das Ticket für den Shuttle-Bus ist auch mit drin. Kein Wunder also, dass der Hessische Rundfunk zur sechsten Auflage der großen Stadtparty 15000 Feierfreunde erwartet.

Auch, weil das Programm nicht an Stars spart. Da trifft etwa mit Bela B. einer der drei Ärzte in der Messe Frankfurt auf 17 Musiker der hr-Bigband, um seine Lieblingssongs in einem komplett neuen Sound vorzustellen. Im Palais im Zoo spielt das Duo 2raumwohnung Ohrwürmer wie „Rette mich später“ oder „Elaine und Ich“.

Die Soulstimme von Aura Dione erklingt im Sendesaal des hr, ebenso die Band Glashaus. Aus Schleswig-Holstein reisen die vier Jungs von Stanfour an, dazu gibt´s Revolverheld und Livingston. Für Freunde des gepflegten House-Sounds hat die Stadtparty Julian Smith im Angebot. Der DJ, seit Jahren einer der besten des Landes mit Faible für Black Musik der 70er und 80er Jahre, legt im Club 101 im Japan Center auf. Auf dem Uni Campus Westend steht das Echo-dekorierte Duo Mundstuhl mit seinem aktuellen Programm „Sonderschüler“ auf der Bühne, damit auch Comedyfans auf ihre Kosten kommen.

Wem der Sinn nach was ganz anderem steht, der schließt sich der Stadtführung mit Bärbel Schäfer an und kann skurrile Orte entdecken, zu denen nicht jeder Zutritt hat.

Und wer aus irgendeinem Grund nicht mitfeiern kann? Der macht das Radio an und hört in hr3 die Live-Übertragung ab 20 Uhr. Und das – sorry GEZ – nun wirklich ganz umsonst.

BARBARA HOVEN

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