Amphitheater singt mit den Lumineers

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Wesley Schwartz ist der Frontmann der Lumineers.

Hanau - Im ausverkauften Hanauer Amphitheater feierten über 2000 Besucher beim Konzert der amerikanischen Band The Lumineers das Comeback ehrlicher, handgemachter Musik im Folk-Pop-Stil. Von Dieter Kögel

Einiges klingt da immer wieder durch von den Singer- Songwritern der 1970er Jahre, ohne dass The Lumineers kopieren. Vor über zehn Jahren hat das Trio begonnen, besteht jetzt aus fünf Musikern, und hat seinen eigenen Stil gefunden.

Auf den mittlerweile mit Platin geadelten Hit „Hey Ho“ musste das Publikum nicht lange warten. Der Gassenhauer war Nummer vier im Programm, der inbrünstig hinausgerufene Refrain wurde begeistert aufgenommen. Wobei The Lumineers es bei ihren Live-Auftritten scheinbar zum Grundprinzip erhoben haben, jeweils ein melodiös moduliertes „Ahhhh“ oder „Ohhhh“ einzubauen, in das gemäß den Direktiven von Frontmann Wesley Schultz der Chor mal laut, mal mittel, mal ganz leise einsteigen durfte. Das lenkte zuweilen ab von Arrangements, die durch Banjo, Piano, Akkordeon und Cello ihren ganz eigenen Charakter bekamen, machte aus kleinen Leckerbissen nahezu Fast Food. Das war schade.

Auch dass The Lumineers ihre Songs fast wortlos aneinander reihten. Schultz freute sich zwar über die vielen Gäste „out there“, aber etwas mehr Ansprache hätte es schon sein dürfen. Dafür gingen The Lumineers anders mit den Zuschauern auf Tuchfühlung. Für zwei Songs zog die Combo einfach um. Von der Bühne aus ging es mit den Instrumenten mitten hinein ins Publikum. Mehr Nähe geht kaum.

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