Beach-Boys und Surfer-Hymnen

Paul McCartney hat mal gesagt: „No one is educated musically until they've heard ‚Pet Sounds'...“ Soll heißen: Man hat erst dann Ahnung von Musik, wenn man dieses Album kennt. Von Katrin Diel

Wer sich also musikalisch weiterbilden will und „Pet Sounds“ noch nie gehört hat, sollte das nachholen. Die Platte zeigt, dass man die Strandjungs nicht auf Surfer-Hymnen wie „Fun Fun Fun“ reduzieren darf. Mit „Pet Sounds“ widmen sie sich 1966 ernsteren Themen: Verlassenheit, Erwachsensein, Veränderung. Ihren musikalisch ausgefeilten Sound zu kopieren, ist fast unmöglich. Das liegt nicht nur daran, dass sie bei den Aufnahmen neben herkömmlichen Instrumenten auch Löffel, Fahrradklingeln oder Hundegebell verwendet haben. Frontmann Brian Wilson verfolgte nichts weniger als das ehrgeizige Ziel, das größte Rockalbum aller Zeiten zu schaffen. Wenn man dem Urteil der Zeitschrift Rolling Stone folgt, ist „Pet Sounds“ immerhin das zweitbeste Album der Musikgeschichte geworden. Platz eins: Paul McCartney und die Beatles.

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