Beethoven und Russen

„Gib jedem Instrument das, was es leiden kann, so hat der Spieler Lust, du hast Vergnügen dran“ – Telemanns gereimter Forderung wird das neue Programm der Frankfurter Konzertdirektion Pro Arte gerecht. Für die Reihe „Internationale Orchesterkonzerte“ hat sie passende Paarungen gefunden. So wird Musik des Leipzigers Mendelssohn vom Gewandhausorchester unter Leitung von Riccardo Chailly dargebracht.

Mit Mozart kommt das Salzburger Mozarteum-Orchester in die Alte Oper. Dvoraks „Englische Sinfonie“ und eine Elgar-Ouvertüre spielen die Briten vom Hallé Orchestra aus Manchester. Und wer wäre kompetenter für Strauss als die Staatskapelle Dresden in der Reihe „Meisterkonzerte“?

Komponist der Spielzeit 2009/2010 ist Beethoven. John Eliot Gardiners Londoner Symphoniker beenden ihren Zyklus mit der „Pastorale“. Pianist Radu Lupu und das Tonhalle-Orchester Zürich bringen das dritte, Emanuel Ax und die Pittsburgh Symphony das fünfte Klavierkonzert. Und mit der Neunten wartet Philippe Herreweghes Königliche Philharmonie von Flandern auf.

Auch Russisches ist angesagt. Die St. Petersburger Philharmoniker haben Ljadow, Rachmaninow und Strawinski im Gepäck. Das Orchestre National du Capitole de Toulouse vereint Tschaikowski und Rachmaninow mit Berlioz und Debussy. Tschaikowski haben auch Kurt Masurs Orchestre National de France und das Württembergische Kammerorchester Heilbronn einstudiert. Seine Fünfte und das Violinkonzert interpretiert die Birmingham Symphony. Das Orchester der Klang-Verwaltung wagt sich an Schostakowitsch.

Ein Heimspiel an alter Wirkungsstätte genießt die Sopranistin Diana Damrau. Zu den Solisten in der Reihe „Große Interpreten“ gehören auch das Flötisten-Ehepaar James und Jeanne Galway, die Tastenmagier Maurizio Pollini, Grigory Sokolov und Arcadi Volodos. Die Klavier-Schwestern Katia und Marielle Labèque lassen sich bei spanisch-französischen Werken vom Orquesta Nacional de España begleiten. Ein Duo-Abend mit Renaud Capuçon (Violine) sowie Hélène Grimaud (Klavier) verspricht harmonisches Miteinander. Weihnachtlich wird es schließlich mit den Dresdner Kapellsolisten und Alison Balsom an der Trompete. (mt)

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