Spekulationen im Internet

Starten die „Böhsen Onkelz“ ein Comeback?

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Der Internetauftritt der Band „Böhse Onkelz“ gibt Anlass für Spekulationen über ein Comeback.

Frankfurt - Kehrt die Rockband „Böhse Onkelz“ auf die Musikbühne zurück? In Foren und sozialen Netzwerken im Internet wird eifrig über ein Comeback diskutiert.

„Nichts ist für die Ewigkeit“ - vor allem nicht die endgültige Auflösung einer erfolgreichen Rockband. 2005 trennten sich die „Böhsen Onkelz“, seitdem starteten die Bandmitglieder mehr oder minder erfolgreiche Soloprojekte oder sorgten für Negativschlagzeilen.

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2005 lösten sich die „Böhsen Onkelz“ auf, vorher gaben sie noch ein legendäres Abschiedskonzert vor weit mehr als 100.000 Besuchern am Lausitzring. Danach versuchten sich einzelne Mitglieder in Soloprojekten - so brachte Bassist Stephan Weidner mehrere Alben heraus. Für negative Schlagzeilen sorgte Ex-Sänger Kevin Russell, der am Silvesterabend 2009 im Drogenrausch auf der A66 einen Unfall mit zwei Schwerverletzten verursachte und anschließend flüchtete. Russell wurde deswegen zu einer Haftstrafe verurteilt, machte im Gefängnis eine Entzugstherapie und ging nach seiner Freilassung mit einer neuen Band auf Tournee.

Die Band hatte sich 1980 gegründet und machte zunächst mit rechtsradikalen Texten auf sich aufmerksam, zahlreiche Lieder landeten auf dem Index. Später distanzierten sich die „Böhsen Onkelz“ von ihrer rechten Vergangenheit und engagierten sich sogar gegen Rechtsextremismus. Trotzdem blieb die Musikgruppe in der Öffentlichkeit umstritten - so sagten einige Bands nach öffentlichem Druck ihre Beteiligung an dem Abschiedskonzert ab. Allerdings gab es auch prominente Befürworter der „Böhsen Onkelz“, ebenso wie neue Feinde: Bands aus der Neonazi-Szene sangen Hasslieder über die „Onkelz“ und feindeten sie in ihren Liedtexten als „Verräter“ an.

Video-Trailer auf der offiziellen „Onkelz“-Internetseite

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