„Unorthodox Jukebox"

Bruno Mars veröffentlicht zweites Album

Offenbach - Bereits mit fünf Jahren stand er als Elvis-Imitator auf der Bühne, nun ist er ein Weltstar: Bruno Mars hat zahlreiche Preise gewonnen und viele Musikhits gelandet. Nun veröffentlicht der R&B-Sänger sein zweites Album („Unorthodox Jukebox").

Bruno Mars: Zweites Album

2010 war sein Jahr, R&B-Newcomer Bruno Mars startete weltweit durch. Jetzt gilt er international als Megastar. Bei seinem zweiten Album „Unorthodox Jukebox“ liegt die Messlatte deshalb hoch.

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Seine Musik läuft im Radio, im Fitness-Studio und bei Heiratsanträgen: Bruno Mars (27) legte vor zwei Jahren ein sensationelles Album-Debüt hin. Weltweit schaffte es 39 Mal Platin. Bei YouTube soll der Grammy-Preisträger („Just The Way You Are", „Grenade", „Marry You") ein Milliarden-Publikum erreicht haben, auch in einem "Twilight"-Film ist er zu hören. Der R&B-Sänger veröffentlicht mit „Unorthodox Jukebox" sein zweites Studioalbum. Es ist wieder eingängiger Pop und Musik für die Generation YouTube geworden. Eltern werden vielleicht sagen: Nicht unbedingt mein Geschmack, aber der kann was.

Beim Interview trägt der Hawaiianer eine Sonnenbrille, seine nackten Füße stecken in Seglerschuhen. Erst antwortet er nachdenklich, dann reißt er ein paar Sprüche, überlegt, wer ihn (1,65 Meter) in einem Film darstellen könnte: „Denzel Washington könnte mich wahrscheinlich spielen. Viele Leute sagen, ich sehe aus wie Brad Pitt." Und Mars führt seine Muskeln vor, für die er angeblich 22 Stunden am Tag trainiert: „Magst du das, Stuttgart?", ruft er in die Kamera. Soviel Show muss sein.

Die Popstar-Karriere ist sein Kindheitstraum, schon mit fünf Jahren stand er als Elvis-Imitator auf der Bühne. In der US-Show „Saturday Night Live" hat Mars gerade Justin Bieber parodiert. Zu seinem Hit „Marry You" machte ein Amerikaner seiner Liebsten einen Heiratsantrag und ließ seine Freunde dazu tanzen - das Video ging um die Welt. Mars fand das schön. „Ich hätte kein besseres Musikvideo machen können." Und ja, er sei ein Romantiker. „Alle fragen mich das!" Am Musikerleben stört ihn höchstens das viele Reisen. Dafür gibt es als Belohnung die Live-Auftritte und Fans, die seine Musik zum Teil ihres Lebens machen, wie Mars sagt.

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Nostalgisch klingt der 27-Jährige, wenn er über soziale Netzwerke spricht, zu denen er eine „merkwürdige Beziehung" habe. Einerseits sei es toll, durch das Internet direkt mit den Fans sprechen zu können, aber es mache alles so schnell. „Wenn ich als Kind ein Musikvideo sehen wollte, musste ich Stunden vor dem Fernseher warten, bis das Video kam. Darin liegt auch eine gewisse Freude", sagt Mars. „Wir sind jetzt in einem anderen Zeitalter, alles ist schneller und die Leute wollen es schneller."

Unter Druck stehe er bei dem zweiten Album nicht, sagt Mars. „Ich will mich nicht verrückt machen." Er mache einfach die beste Musik, die ihm möglich sei. Seine Inspiration kann er am besten damit erklären, dass zwei Jahre nach dem Erstling vergangen seien. So habe er viel auf Tour gelernt.

Manchmal klingt Mars, der auch als Produzent erfolgreich ist, nach Michael Jackson. Er mischt die Genres: Die Single „Locked Out Of Heaven" etwa hat erst Anleihen von Police und Reggae, dann kommen die gewohnten Pop-Beats. Eines ist klar: Den Weg in die Fitness-Studios der Republik dürfte auch dieses Album finden.

dpa

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