Chormusik im Advent mit Concordia Bieber

Festlich glänzende Stimmen

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Unter der Leitung von Bernhard Seelbach gestalteten der Männerchor aus Bieber, Solisten und Streichquartett einen abwechslungsreiches Adventskonzert. (Bild vergrößern)

Offenbach - Das Hineinnehmen in den Advent ist dem Gesangverein Concordia Bieber und dem Jungen Chor Pro:Ton, dem Chor ‘84 aus Obertshausen sowie den Solisten Ilka Bauersachs (Sopran) und Dirk Eisermann (Tenor) gelungen. Von Harald Richter 

Begleitet vom Streichquartett der Neuen Philharmonie Frankfurt schufen sie vor rund 350 Zuhörern im Büsingpalais mit ihrem knapp dreistündigen Konzert eine harmonische Einstimmung aufs bevorstehende Weihnachtsfest.

Dass adventliche Musik von einem großen Spannungsbogen gekennzeichnet sein kann, machte die Programmauswahl deutlich. Sie reichte von Werken Bachs, Händels, Mozarts und Regers über mehrere Negro Spirituals und bis hin zum traditionellen Weihnachtsliedgut - alles dargeboten auf beachtenswert hohem Niveau. Auch selten gesungene Stücke hinterließen Eindruck, etwa die aus der Feder Corrado Riccis stammende Arie „Ridonami la Calma“, von Ilka Bauersachs glänzend interpretiert, ebenso Bepi de Marzis „Maria Lassù“, durch den GV Concordia unter Dirigent Bernhard Seelbach gefühlvoll vorgetragen. Im Duett mit dem Offenbacher Tenor Dirk Eisermann bot die Frankfurter Sopranistin Bauersachs Camille Saint-Saens „Come, blessed Savior“ dar, in einem Arrangement von Bernhard Seelbach, der gleich mehrere Programmbeiträge künstlerisch bearbeitet hat und die Veranstaltung dezent moderierte.

Der Chor ‘84 Obertshausen unter Leitung von Martin Trageser setzte mit überwiegend zeitgenössischen Kompositionen in englischer Sprache Akzente, etwa mit James Erbs „Shenandoah“ und Lorenz Maierhofers „Little Baby Jesus Christ“. Eine ganz andere Klangfarbe brachte der Junge Chor Pro:Ton aus Bieber ins Spiel. Unter Leitung von Katja Blumenhein ließ die gemischte Formation Melodien des Chilenen Rolando Alarcón und des schwedischen Komponisten Lars Jansson folgen, überzeugte besonders bei der Interpretation von „To the mothers in Brazil - Salve Regina“ durch fein herausgearbeitete Dissonanzen.´

Frankfurter Beschwerdechor macht Ärger singend Luft

Die zweite Hälfte der anspruchsvollen Programmabfolge leitete hinüber zu traditionellen kirchlichen Weihnachtsliedern unseres Kulturraumes. Mal mit den Streichern, mal mit den Concordianern ließen Bauersachs und Eisermann beliebte Melodien erklingen, etwa „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Es ist ein Ros entsprungen“. Auch ein Potpourri mit Kompositionen aus dem angelsächsischen Raum sollte nicht unerwähnt bleiben. Das Bemühen, mit andersartiger und außergewöhnlicher Adventsmusik bei dieser inzwischen 29. Auflage der Konzertreihe Akzente zu setzen, wurde vom applausfreudigen Publikum belohnt. Prächtig erklang zum Abschluss das wohl bekannteste Weihnachtslied der Welt, „Stille Nacht“, von sämtlichen Chören und Solisten, Streichquartett und Publikum gemeinsam gesungen. Es versetzte das Auditorium in festliche Stimmung, von den Besuchern mit hinaus in die abendliche Dezemberluft getragen.

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