Chris Brown in der Festhalle

Chris Brown ein geliebter Bösewicht

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Auf seiner Carpe Diem Tour hat der R&B-Sänger viermal Station in Deutschland gemacht. Das letzte Konzert gab er in der frankfruter Festhalle.

Frankfurt - Egal welches Verhalten er an den Tag legt, er wird von seinen Fans geliebt. Chris Brown ist die klassische Diva. In der ausverkauften Festhalle ignoriert er – bis auf zwei kurze Ansprachen – gekonnt das Publikum, zieht arrogant seine Show durch, die unter Playback-Verdacht steht: Die Menge feiert ihn euphorisch. Von Barbara Wellmann

Und obwohl der 23-jährige Musiker Chris Brown  für zügellose Aggressionen geächtet wird, trägt ihm keiner die Prügelattacke gegen On/Off-Freundin Rihanna vor drei Jahren nach. Auch dass er sich am Vortag des Frankfurter Konzerts via Twitter einen vulgären Schlagabtausch leistet, wird akzeptiert. Nun ja, ein Rapper braucht ein Repertoire an Kraftausdrücken. Sonst könnte er schließlich seinen Job nicht machen.

Lasershow und ausgefeilte Choreografien

Eine pompöse Show? Die gibt es. Dabei beweist Chris Brown – ganze 60 Minuten lang –, dass er zu Recht als bester R&B-Sänger gehandelt wird. Der Grammy für sein fünftes Album „ Fortune “ kommt nicht von ungefähr. Im Intro zeigt er sich als Schauspieler in einem Weltuntergangsszenario. Das erklärt auch die große UFO-Pyramide auf der Bühne, wo Chris Brown, begleitet von Lasershow und zehn Tänzern, mit akrobatischen Bewegungen und ausgefeilten Choreografien als Tänzer glänzt.

Rihanna im Publikum

Die Balladen „Don’t Judge Me“ und „All Back“ erzeugen wenig Gänsehaut, versprühen aber immerhin emotionale Fünkchen. Ein Hit folgt auf den nächsten. Häufig werden die Songs nur angestimmt wie „I Can Transform Ya“. Das Medley aus den letzten fünf Alben ist fast komplett. Mit den aktuellen Hits „Turn Up The Music“ und „Don’t Wake Me Up“ beendet er seine Show, die auch von seiner treu liebenden Freundin Rihanna im Publikum verfolgt wird.

Kuscheln auf der Aftershow-Party

Ohne Zugabe geht es schleunigst nach Gießen zur Aftershow-Party, bei der das US-Pärchen so öffentlich kuschelt, wie es Anfangzwanzigjährige tun. Dass sie gern machen, was sie wollen und damit extrovertiert umgehen, beweist das Foto am Morgen via Twitter. Auf dem Account seiner Freundin, versteht sich – Chris Brown hat schließlich sein Konto nach dem vulgären Wortgefecht gelöscht. Arroganz und Rücksichtslosigkeit haben anscheinend Erfolg.

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