Kein Death-Metal, aber anspruchsvoller Pop

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Kerli, Love Is Dead, 2009

Auf den ersten Blick könnte das düstere, überheblich kitschig wirkende CD-Cover von Kerlis Debutalbum den ein oder anderen Musikfan leicht zweifeln lassen. Von Sascha Reichelt

Schließlich gilt es bei der heutigen Masse beliebiger Pop-Prinzessinnen, die überdurchschnittlich gut aussehen und zudem auch noch angeblich singen können, Vorsicht zu bewahren. Kerli allerdings erfüllt beide Kriterien. Sicher ist, dass die 22-jährige Estländerin optisch wie musikalisch etwas zu bieten hat. So trällert Kerli unbefangen über das Leben, gibt sich häufig optimistisch und stark wie etwa in „Walking on Air“ oder „Beautiful Day“, aber auch mal nachdenklich in Songs wie „Fragile“ oder „Love Is Dead“. Was sich aufgrund des Covers noch als Melodic-Death-Metal vermuten ließe, entpuppt sich als anspruchsvoller Pop, den jede Radiostation problemlos in ihre Rotation aufnehmen kann, ohne Beschwerden zu erhalten.

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