Pop mit einem Augenzwinkern

Wann immer eine Formation aus Liverpool Aufmerksamkeit erregt, ist der Vergleich mit den Beatles unausweichlich. Auch die nach dem australischen Beuteltier benannten The Wombats haben das erlebt. Von Ferdinand Rathke

Dabei weist schon der Auftaktsong „Our Perfect Disease“ des Trios im nicht ganz ausverkauften Offenbacher Capitol auf andere Wurzeln hin: Punk, Power Pop und New Wave.

Ohne langatmige Zwischenansagen hangeln sich The Wombats schnörkellos durch 16 Songs aus drei seit 2006 erschienenen Alben. Ein erstaunlich junges Publikum spricht auf Hymnen wie „How I Miss Sally Bray“, „Schumacher The Champagne“ oder „Backfire At The Disco“ an und zeigt Wirkung. Vor allem „Kill The Director“ funktioniert im eingängigem Refrain „This is no Bridget Jones“ als kaum steigerungsfähiger Muntermacher.

Mag Matthew Murphy an Mikrofon, Gitarre und Keyboard den Löwenanteil bestreiten, Tord Øverland-Knudsen an Bass und Tasteninstrumenten steuert mit Schlagzeuger Dan Haggis für satte Pop-Ohrwürmer wie „1996“, „Here Comes The Anxiety“ und „Tokyo (Vampires And Wolves)“ die nötigen Harmoniechöre im Falsett bei. Wie im Flug vergehen knapp 75 Minuten, in denen der eine oder andere neue Song vom erst Ende April erscheinenden Werk präsentiert wird. Doch ohne den ironischen Hit „Let’s Dance To Joy Division“ wollen die Fans The Wombats nicht in den Feierabend entlassen.

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