Ewiger Rock‘n‘Roll

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Seit bald 25 Jahren zerstört und erneuert Spencer den Rock‘n‘Roll, ob mit seinen Bands „Pussy Galore“, „Boss Hog“ oder der stilbildenden „Blues Explosion“.

Frankfurt - „Hey Hey, My My, Rock and Roll Can Never Die“ -zumindest so lange Jon Spencer seine Kreise zieht, dürfte Neil Youngs Satz Bestand haben. Seit bald 25 Jahren zerstört und erneuert Spencer den Rock‘n‘Roll, ob mit seinen Bands „Pussy Galore“, „Boss Hog“ oder der stilbildenden „Blues Explosion“, die als Vorbild der „White Stripes“ bezeichnet wird. Von Christian Riethmüller

Ähnliche Anerkennung wie Jack White hat Spencer allerdings nie erfahren - vom Erfolg ganz zu schweigen - und auch sein jüngstes Projekt wird allenfalls in Liebhaber-Zirkeln gefeiert werden. Gemeinsam mit dem Twang-Gitarren-Spezialisten Matt Verta-Ray (einst bei Madder Rose) gibt er sich seit drei Alben unter dem Namen „Heavy Trash“ die Ehre und machte nun im halbwegs ordentlichen besuchten Mousonturm Station, um seine „Midnight Soul Serenades“ den üblichen Verdächtigen unter den Nachtschattengewächsen darzubieten.

Gleich mochte der Funke vielleicht nicht überspringen, aber Spencer weiß mittlerweile nur zu gut, seine Leidenschaft und Hingabe geschickt zu dosieren, um schließlich auch noch die Zögerlichsten abzuholen. Der räudige Rockabilly, den „Heavy Trash“ mit der Unterstützung eines Schlagzeugers und eines Kontrabassisten aufs Publikum abfeuerten, tat ein übriges, dass man nur zu gern der Band in ihr sündiges Universum folgte, wo Sex, Drugs & Rock‘n‘Roll die einzig gültige Währung sind. Immerhin 85 Minuten dauerte dieser Ausflug, der leider genau dann aufhörte, als es am schönsten war.

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