Vorhörung mit den Fantastischen Vier

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Drei der Fantastischen Vier präsentierten am Dienstag auf dem Frankfurter Campus Westend ihr neues Album „Für Dich immer noch Fanta Sie“ vor Studenten.

Frankfurt -  Vor den Fantas hocken 50 Studenten auf Kissen, schlürfen Bier, starren drei der Fantastischen Vier an und hören gemeinsam mit der HipHop-Band deren achtes Studioalbum an. „Für Dich immer noch Fanta Sie“ heißt es und erscheint am 14. Mai.  Von Kathrin Rosendorff

Zu dieser exklusiven Vorhörung mit den Fantastischen Vier auf dem Frankfurter Campus Westend gab es keine Tickets zu kaufen, die Fans mussten Gewinnfragen beim Jugendradio-Sender youfm beantworten.

Dozent Smudos Wangen sind gerötet, Kollege Thomas D schließt meditativ die Augen, während Kollege And.Ypsilon auf seinen Knien herumtrommelt. Nur Michi Beck fehlt bei der youfm-Vorhörung auf dem Frankfurter Campus Westend. Aus dem CD-Player des Cafes „Sturm und Drang" dröhnt Trommelwirbel-Sound: „Wie Gladiatoren“ heißt das erste Lied des Abends. „Gefällt mir schon mal gut“, ruft eine blonde Studentin von ihrem Kissen aus Smudo zu.

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Fanta Vier stellen Album vor

Der grinst und erzählt, dass das neue Album „zwar viele straighte Sachen“ drauf habe, aber auch „viele  musikalische Verästelungen“. „Eine gewaltige, detaillreiche Popmusikzeit hat begonnen", prophezeit Smudo, der in Offenbach geboren, aber in Stuttgart groß geworden ist und deswegen zwischendrin gern herumschwäbelt.

300 Stücke von verschiedenen Produzenten hatten die Fantas auf dem Tisch Zuhause, aus denen sie die besten ausgesucht haben und ihre Beats bastelten. Besonders viele Reime sind diesmal Thomas D eingefallen. Smudo sagt: „Wir nennen ihn jetzt nur noch den Eminem der Eifel.“

Auch Tony Marshalls Sohn singt mit

Albumtitel Nummer 2. „Dann mach doch mal“ erzählt davon, dass kritisieren immer leichter ist als selber machen, so die Fantas.  „Aber im lustigen Fanta-Gewand“, sagt Smudo. Und Thomas D bezeichnet den Sound als Krautrock mit Old School-Elementen. „Ist was Geiles“.  Auch der Sohn von Tony Marshall hat musikalisch mitgemischt: Beim Lied Nummer 8, „Danke“, singt er mit Operettenstimme.  Die Vier rappen dazu: „Ich wollte noch danke sagen, doch ich lieg im Krankenwagen.“

Was die Fantas sonst noch auf der Vorhörung zu erzählen hatten, gibt es auf dem youfm-Podcast zu hören.

Ungewohnt hart rappt die Kapelle im 21. Lebensjahr bei „Kaputt“ mit Death Metal-Synthesizer-Einsatz und dem Satz: „Wenn du mich hasst, dann f*** dich! Und wenn du mich liebst, dann f*** mich!. Richtig viel auf ihren Kissen wippen die durchweg begeisterten Fans beim Titel „Smudo in Zukunft“.  Ein Gospelsong mit einem Konrad-Adenauer-Zitat: „Die einen kennen mich, die andern können mich.“ Am Ende spielt der CD-Player: „Was wollen wir noch mehr?“.  „Da lobhudeln wir uns gegenseitig“, sagt und lacht Thomas D.  Das können sie auch, denn die Zuhörer rufen am Ende der zweistündigen Vorhörung enthusiastisch: „Ja, wir wollen noch mehr.“

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