Fluch und Segen zugleich

Bei den Kritikern hat die finnische Band The Rasmus einen schweren Stand. Die einen verspotten sie als „Linkin Park für Arme“, die anderen stempeln sie als „ewige Teenie-Band“ ab.

Bei ihrem seit Wochen ausverkauften Auftritt in der Frankfurter Batschkapp zeigten die vier Jungs um Frontmann Lauri Ylönen – alle übrigens inzwischen um die 30 Jahre alt – den Kritikern eine Nase, den Fans, was in ihnen steckt.

Die Mädchen-Band Fräulein Wunder erwärmte als Vorgruppe mit hörenswertem Rock. The Rasmus startete dann mit dem Hit „Livin’ In A World Without You“ vom neuen Album „Black Roses“. Es folgten Songs vor allem von „Dead Letters“ (2003) und der aktuellen CD. Einst nur in ihrer finnischen Heimat bekannt, kennt die Band seit dem Ohrwurm „In the Shadows“ von 2003 jeder.

Und wie das so ist mit Ohrwürmern, sie sind Fluch und Segen zugleich: Eine Rock-Gruppe wird ständig an ihrem Superhit gemessen und kann mit neuen Songs oft nur enttäuschen. In der Batschkapp verlassen sich Ylönen und Co. jedoch auf ihr handwerkliches Können, scheuen weder Improvisation noch Kommunikation. Das Publikum dankt es ihnen und ist spätestens mit dem Doppelpack „In the Shadows“ und „Guilty“ in totaler Partylaune. Nach „Sail Away“ segelten The Rasmus zum nächsten Konzert – und sind bereits am 2. April wieder in der Batschkapp zu bewundern. ACHIM LEDERLE

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