Kreisjugendorchester

Flug durch die Filmgalaxie

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Das Kreisjugendorchester glänzte bei zwei Konzerten in Dietzenbach (Foto) und in Mühlheim.

Dietzenbach/Mühlheim - In die Welt des Films entführte das Jugendorchester des Kreises Offenbach sein Publikum am Wochenende bei zwei Konzerten – eines am Freitagabend im Saal des Dietzenbacher Kreishaus, das andere am folgenden Nachmittag in der Mühlheimer Willy-Brandt-Halle. Von Harald H. Richter

Begrüßt im proppevollen Kreishaus von Landrat Oliver Quilling (CDU), selbst begeisterter Saxofonist, schickt sich das Jugendorchester an, das Publikum anderthalb Stunden unentgeltlich zu unterhalten. Den Genuss honorieren die Zuhörer am Ende durch das üppige Befüllen eines bereitstehenden Geigenkastens mit Geldscheinen.

Unter Leitung von Gabriele Wegner haben die 70 Mädchen und Jungen im Alter zwischen elf und 20 Jahren während eines Workshops in den Herbstferien ihr Programm einstudiert: Melodien aus einem halben Dutzend Blockbustern. Und gleich der Auftakt erzeugt Spannung: die Titelmusik zur unfreiwilligen Wandlung Balduins in „Hui Buh, das Schlossgespenst“, komponiert von Egon Riedel. Die Interpretation durch den in voller Besetzung spielenden Klangkörper hätte dem Geist gewiss den begeisterten Ausruf entlockt: „Verspukt gute Musik!“

Unter die Haut geht anschließend der von John Williams komponierte Soundtrack zu Steven Spielbergs Oscar-prämiertem Film „Schindlers Liste“. Kein Geringerer als der weltberühmte jüdische Violinist Itzhak Perlman hat das eindringliche Thema für den Film eingespielt. An diesem Abend freilich ist es die erst zwölf Jahre alte Leonie Wolf, die als Solistin mit feinem Geigenstrich überzeugt. Mit ihr hinterlassen unter anderem Harfenistin Valentina Gorelov, ein glänzender Simon Arendt am Klavier sowie Arnd Fitterer als Akkordeonist Eindruck. Den Gesichtern der Mädchen und Jungen ist die Spielfreude anzusehen, vor allem während sie die Tierwelt bei David Newmans Konferenz der Tiere musikalisch so richtig in Bewegung bringen. Wuchtig und martialisch trumpfen sie dann durch starke Blech- und Schlagwerkinstrumentierung bei der Interpretation von Jason Hayes‘ Orchestrierung des Computerspiels „World of Warcraft“ auf.

Dann wird „Die Unendliche Geschichte“ erzählt. Die originale Filmmusik zur deutschen Version stammt von Klaus Doldinger, Giorgio Moroder schrieb den Titelsong. Und die Zuschauer lassen sich mitnehmen.

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