Frauen machen ihn schwach

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Der Frankfurter Soulsänger Florian Petchanatz, alias Flo2Soul feilt an seinem ersten Album.

Frankfurt - Florian Petchanatz schreibt als Flow2Soul gefühlvolle Texte über unbequeme Themen. In Frankfurt ist er damit bekannt geworden. Doch der 25-Jährige will mehr. Deshalb arbeitet er jetzt an seinem ersten Album. Er gibt sich ganz zahm, doch eine große Schwäche hat der Sänger: Frauen.  Von Angelika Pöppel

„Es ist Zeit für was frisches auf dem deutschen Musikmarkt“, ist Florian Petchanatz alias Flo2Soul überzeugt. Deshalb arbeitet der Frankfurter an seinem ersten Album. Zehn von 18 Titeln sind schon geschrieben und aufgenommen. Unterstützung bekommt der junge Sänger dabei von „Outta Limits Records“. Die Frankfurter Produktionsfirma verschafft Flo2Soul Auftritte und professionelle Studioaufnahmen. Auf die Platte kommen viele gefühlvolle Stücke. Er singt gerne über die Liebe und Frauen beschäftigen ihn auch privat.

Denn mit Frauengeschichten erregte Flo2Soul in der Vergangenheit viel Aufmerksamkeit. Ihm eilt der Ruf des Blondinen-Liebhabers voraus. Zum Dreh seines ersten Musikvideos 2010 holte er sich das blonde Playmate Eva Lutz in den Pool. Und nicht in irgendeinen, sondern in den von Niko Iordanov, Herr des Iordanov-Vodkas. In seiner Frankfurter Villa spielten der Sänger und die schöne Blondine ein Liebespaar zum Song „Du suchst nach Liebe“. Und auch seine Beziehung mit der Promi-Blondine Gina-Lisa Lohfink aus Hainburg machte Schlagzeilen. „Ich ziehe anscheinend Blondinen an, aber das ist reiner Zufall“, erklärt Flo2Soul. Er will nicht länger nur der Ex der Super-Blondine sein, sondern mit seiner Musik durchstarten. „Ob brünett, rothaarig oder blond – ich brauche eine Frau, die mich unterstützt“, sagt der Sänger.

Denn der 25-Jährige ist viel unterwegs. In den vergangenen sechs Jahren stand er schon oft auf der Bühne. Seinen ersten Auftritt meisterte er mit Marlon B. von den Söhnen Mannheims im Frankfurter Club Nachtleben. Dem flippigen Bordell-Chef Bert Wollersheim, der auch in einer TV-Dokumentation zu sehen war, sang er ein Ständchen zu seinem 60. Geburtstag. Doch in diesem Jahr setzt er seine Stimme vor allem für Charity-Konzerte ein: Ob für die Flutopfer bei „Deutsche Stars für Japan“ oder für krebskranke Kinder in der Uniklinik Frankfurt. Aktuell sammelt er auch mit TV-Stuntman Heiko von der Schlippen, als „Stuntman mit Herz“ Geld für soziale Projekte mit Kindern. Dabei sind auch Sänger Joey Kelly, Schauspieler Ralf Richter und der Kickboxmeister Sven Helbach.

„Heute gebe ich Konzerte, aber früher haben viele zu mir gesagt, ich solle es sein lassen“, sagt Petchanatz. Doch er wollte es versuchen. Alles oder nichts. „Ich habe mir ein Mikrofon für fünf Euro gekauft und eine Socke als Luftschutz drüber gezogen“, erinnert sich der Sänger. Er schrieb seine eigenen Texte, nahm seinen Gesang auf dem Computer auf und brannte seine Arbeit auf CD. „Ich habe das Telefonbuch nach Musikproduzenten durchgeblättert und jeden in Frankfurt angerufen“, sagt er. Ohne Erfolg. Nur nebenbei arbeitete er als Koch: „Ich wollte Musiker werden und das ist ein Vollzeitjob.“ Seine Familie stand hinter ihm, auch wenn es sein Vater lieber gesehen hätte, dass sein Sohn ein Fußballstar wird. Er ist in einem Frankfurter Brennpunkt – dem Gallusviertel – aufgewachsen. „Ich habe meine Entscheidungen immer selbst getroffen und da kommt es nicht darauf an, wo man aufwächst.“ Deshalb hielt er sich schon immer von Drogen fern. Die Entscheidung deutsch zu singen, hat der Sänger auch bewusst getroffen. „Mit der deutschen Sprache kann man spielen und sich sehr gut ausdrücken“, sagt er. Er mache Soulmusik auf moderne Beats, erklärt Petchanatz.

2000 kam ein kleiner Durchbruch: Er konnte die Produktionsfirma „Outta Limits Records“ von sich überzeugen. Und mit seinem ersten Album will er auch in der Musikszene punkten. Deshalb feile er an jedem Song, bis er perfekt sei. Voraussichtlich erscheint das bisher noch namenlose Album erst Anfang 2012.

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