Frohgemuter Intendant

Mousonturm-Chef Dieter Buroch

Neben künstlerischen Triumphen freut Intendanten schon von Amts wegen auch wirtschaftlicher Erfolg. Dieter Buroch, Chef des Künstlerhauses Mousonturm in Frankfurt, dürfte daher gestern ein frohgemuter Mann gewesen sein, selbst wenn durchaus Anlass zu leiser Wehmut bestanden hätte. Von Christian Riethmüller

Zum letzten Mal nämlich blickte Buroch auf das abgelaufene Spieljahr erneut ein erfolgreiches - zurück und gab Hinweise auf das für dieses Jahr geplante Programm. Am 31. Dezember wird Buroch sein Amt als Intendant und Geschäftsführer des 1988 gegründeten Hauses an seinen Nachfolger Niels Ewerbeck übergeben. Der dann 60-jährige Buroch will sich wieder verstärkt künstlerischen Inhalten widmen. Unter anderem wird er nächstes Jahr ein Einladungsfestival in München leiten.

Den Mousonturm, den er in fast 23 Jahren zu einer international anerkannten Spielstätte für Tanz, Theater und Musik aufbaute, hinterlässt er dabei in bestem Zustand. Fast 61.000 Besucher kamen im vergangenen Jahr zu insgesamt 404 Veranstaltungen und sorgten nicht nur für eine Auslastung von 86 Prozent, sondern trugen auch zum besten Einnahmeergebnis des Mousonturms seit seiner Gründung bei. Eine wichtige Rolle spielten dabei auch die zahlreichen Sponsoren, die vor allem externe Projekte wie das Frankfurt LAB, die Tanzoffensive Frankfurt Rhein Main und das Tanzlabor 21, ganz besonders aber die neue Hauscompagnie um Kidd Pivot unterstützen.

Diese frisch installierte Tanztruppe wird demnächst auf internationale Tournee gehen und damit den Namen von Frankfurt, der Rhein-Main-Region und gewiss auch den von Buroch in die Welt tragen.

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