Fünfer flott unterwegs in Sachen Musik

Für seinen ersten Auftritt wählte das Bläserquintett „A5 im Wind“ die Offenbacher Paul-Gerhardt-Kirche. Den Namen leitet es von der Autobahn her, die zum ersten Probenort führte. Flötistin Natalie Porth, Oboistin Elke Heinrich, Klarinettist Carsten Vins son, Fagottistin Heike Städter und Hornistin Astrid Karolius musizieren seit Anfang des Jahres in dieser Formation. Von Eva Schumann

Doch ist hörbar, dass sich die erfahrenen Kammermusiker glänzend verstehen. Ob unisono, im kontrapunktischen Gegeneinander, in Duetten und Terzetten, im Tutti, das Zusammenspiel funktionierte trefflich.

Das Ensemble punktete mit anspruchsvollem, unterhaltsamem Programm. Gustav Holsts Frühwerk, das As-Dur-Quintett op. 14, lässt den Komponisten der „Planeten“ erkennen, ist aber locker, tänzerisch, von Volksmusik inspiriert. Vergnüglich war Hindemiths „Kleine Kammermusik für fünf Bläser“ op. 24,2 mit synkopischem Eigensinn, übermütigem Geschwindmarsch und widerborstigem Walzer. Flexibel die Farb- und Taktwechsel meisternd, brachte das Ensemble den Witz zur Wirkung.

Fürs Publikum unterhaltsam, für die Interpreten nicht erholsam war der zweite Teil. Bizets „Carmen“ hatte es in sich. Das Fagott, das am Anfang auf den Regen leicht verschnupft reagiert hatte, war durch die Anführer-Rolle im Schmugglermarsch versöhnt. Aus Mexiko kamen die komplizierten Rhythmen der Suite „Candelaria“. Mario Kuri-Aldana verband Villancico und Canción mit dem Hüpftanz Jarabe und endete mit tänzerischen und lyrischen Variationen. In abgespeckter Version klang der „Egyptische Marsch“ von Johann Strauß Sohn elegant. Drei von Denes Agays „Five Easy Dances“ beschlossen das Programm.

Das Publikum würdigte das junge Ensemble mit viel Beifall. So ließen sich die Bläser zu Offenbachs Cancan verführen und erwiesen dem Ambiente Achtung mit dem Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare