Chris de Burgh im Amphitheater Hanau

Ganz tief unter die Haut

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Chris de Burgh auf der Bühne des Amphitheaters.

Hanau - Am Ende eines faszinierenden Abends waren sie alle im ausverkauften Rund des Hanauer Amphitheaters „High On Emotion“, sangen lauthals mit, klatschten, tobten. Von Dirk Iding

Mit seinem Welthit aus den 80er-Jahren setzte der irische Musiker Chris de Burgh am Dienstagabend einen fulminanten Schlusspunkt hinter ein Konzert, das die Zuhörer zuvor auf eine Achterbahn der Gefühle entführt hatte. Von tief berührenden Momenten bis zur ausgelassenen Party reichte die Stimmungspalette. Und das Besondere daran: Das schaffte Chris de Burgh ganz allein - nur er, sein Piano, seine Gitarre und seine wunderbare Stimme.

Seit mehr als 40 Jahren behauptet sich der Sänger und Komponist nun schon auf den Bühnen dieser Welt. Und mit seiner aktuellen „By request“-Tour beweist er einmal mehr, dass er noch immer zu den ganz Großen im Showgeschäft gehört. Das waren zweieinviertel Stunden Chris de Burgh pur, ohne Pause, in einem fast schon intimen Rahmen, der die vorwiegend weiblichen Fans so nahe an ihren Star herankommen ließ, wie sonst nur selten.

Ein Weltstar ganz nah

„I don‘t need a band, you are my band“, hatte Chris de Burgh zu Beginn des Konzerts versprochen, und er hat Wort gehalten. Nicht nur die zahlreichen Balladen aus der Feder des Iren, die ohnehin ohne große Orchestrierung auskommen, machten Eindruck und gingen wie etwa sein Anti-Kriegssong „Borderline“ ganz tief unter die Haut. Auch ansonsten klangewaltigere Werke, wie etwa „Go Where Your Heart Believes“ von de Burghs neuestem Album „Moonfleet & Other Stories“, entwickelten nur mit Klavierbegleitung ihre ganz eigene Wirkung.

Und spätestens als Chris de Burgh mit seiner unverwüstlichen „Lady In Red“ direkt unters Publikum ging, etliche Hände schüttelte und sich mit den Fans fotografieren ließ, war auch das letzte Eis geschmolzen. Da ging wohl so mancher Fanwunsch in Erfüllung, einmal dem Mann, dessen Lieder viele im Rund des Amphitheaters Zeile für Zeile mitsingen konnten, ganz nah zu kommen.

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