Gute Gründe zum Feiern

Neu-Isenburg - Ein denkwürdiges Konzert in der Neu-Isenburger Hugenottenhalle erlebten sowohl das Publikum als auch die Protagonisten der Band Simple Plan, deren Auftritt für ein volles Haus sorgte. Von Daniel Untch

Das zehnte Jubiläum der ersten Album-Veröffentlichung sorgte bei den fünf Alternative-Rockern aus Kanada für gute Laune.

Bevor das junge Publikum die Band zu sehen bekommt, ist allerdings die Vorgruppe We The Kings aus den USA an der Reihe. Diese sind weit mehr als ein gewöhnlicher Einheizer, was schon an der Textsicherheit des Publikums zu erkennen ist. So ist das Geschrei groß als Sänger Travis Clark die Bühne entert. Spätestens als sich Clark ein Deutschland-Trikot, das aus dem Publikum seinen Weg auf die Bühne findet, überstreift, hat die Gruppe aus Florida die Halle für sich erobert und verspricht: „Wir kommen wieder.“

Simple Plan lassen nicht lange auf sich warten. Das Licht in der Halle geht aus, und es dröhnt ein Bass, der den ganzen Körper zum Vibrieren bringt. Begleitet von gleißend hellem Licht stürmt das Quintett auf die Bühne und legt gleich richtig los. Schon beim ersten Song, ihrem alten Hit „Shut Up“ bebt die Halle.

Simple Plan zeigen eine große Vorliebe für die deutsche Sprache. Egal ob „Nektarinensaft“, „New-Isenburg“ oder „Ein Bier bitte“, Sänger Pierre Bouvier präsentiert alles, was er bei seiner Konzertreise aufgeschnappt hat. Ihr Lied „Thank You“ dichten sie sogar um zu „Danke“, was für Begeisterung im Publikum sorgt. Das getragene „Astronaut“ aus dem gerade veröffentlichten Album „Get Your Heart On!“ hingegen wirkt wie ein Kontrastprogramm. Der Saal verwandelt sich dazu in ein Lichtermeer.

Simple Plan beglücken ihre Fans aber nicht nur mit eigenen Liedern, sondern wagen auch einen Ausflug in die Charts. Zu „Moves Like Jagger“ von Maroon 5 und „Sexy And I Know It“ von LMFAO schwingen die Musiker selbst das Tanzbein. Mit dem Song „I’m Just A Kid“ aus ihrem ersten Album nimmt die Band ihre Fans mit auf eine Reise zu den Anfängen.

Rubriklistenbild: © Thomas Siepmann/pixelio.de

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