Ein Hauch von Extravaganz

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Viel brauchten die fünf Jungs von Mando Diao auf der Bühne nicht, um die Besucher in der Jahrhunderthalle in Höchst zu begeistern.

Eine schlichte Kulisse, ein weißes Podest mit Treppe: Viel brauchten die fünf Jungs von Mando Diao auf der Bühne nicht, um die Besucher in der Jahrhunderthalle in Höchst zu begeistern – sie selbst und ihre Musik genügten vollkommen. Von Christina Schäfer

Zudem setzte Video- und Lichttechnik die beiden Sänger, Gitarristen und Komponisten Björn Dixgård und Gustaf Norén sowie Bassist Carl-Johan Fogelklou, Drummer Samuel Giers und Keyboarder Mats Björke effektreich in Szene.

Viel brauchten die fünf Jungs von Mando Diao auf der Bühne nicht, um die Besucher in der Jahrhunderthalle in Höchst zu begeistern.

Ein wenig Extravaganz gönnten sich die smarten Schweden zwischen all der Schlichtheit doch: Frontmann Norén setzte mit einem Umhang – außen schwarz, innen rot –, rotem Gürtel und roter Gitarre farbliche Akzente. Und dann war da noch der kunstvoll mit floralen Motiven gestaltete Mikrofonständer, den beide Sänger gleichzeitig nutzen konnten. Mit den Worten „It‘s good to be back in Frankfurt“ freute sich die Band, wieder zurück am Main zu sein. Dabei dachten die Schweden viel weniger an ihren Auftritt in Offenbach im März, als an ihren ersten Auftritt vor einigen Jahren im „Cooky‘s“.

Melodien animierten zum Mitfeiern

„Blue Lining White Trenchcoat“ vom aktuellen Album „Give Me Fire“ eröffnete das Konzert, auf Hits wie „Gloria“ oder „Dance With Somebody“ musste die Menge aber fast bis zum Ende warten. Die Melodien von Mando Diao animierten von der ersten Minute an zum Mitfeiern. Wenig inspiriert, wenn nicht gar deplatziert wirkten die zwei Background-Sängerinnen. Im Innenraum der gut besuchten Halle brodelte es längst, als bei „Give Me Fire“ die ausgelassene Stimmung endlich auch das eher zurückhaltende Publikum auf den Rängen erfasste.

Frei von Allüren suchten die Schweden stets die Nähe zu ihren Fans, klatschten Hände ab und wechselten für einige Lieder auf eine Bühne im Innenraum. Dort schlugen Björn Dixgård und Gustaf Norén leisere Töne an und schwärmten mit „Gold“ vom schwedischen Sommer, bevor sie zum großen Finale durchstarteten. Als Zugabe erklang das lang ersehnte „Dance With Somebody“ – und alle tanzten mit.

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