Ein Haufen Teenie-Hormone

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Justin Bieber betört die Teenie-Mädels mit Knabenchor-Stimme und Föhn-Pony.

Frankfurt - Mit einem Schinken will Janna (14) die Reporterin vor dem hr-Senderhaus bestechen. „Bitte, ich muss Justin einfach treffen“, quietscht sie. Jenny (14) liebt denselben Jungen. „Er ist talentiert, hat Herz, Charakter, halt alles, was ein Mädchen wirklich braucht“, sagt sie. Von Kathrin Rosendorff

Dann wird es richtig laut: Ein Auto rollt vorbei, und eins der 100 Teenie-Mädchen schreit kurz vor der Ohnmacht: „Ich habe seine Hand gesehen.“ Das Gekreische löst fast schon Ohr-Piepsen aus. Gestern kam der neue Teeniestar am Popstarhimmel Justin Bieber (16) nach Frankfurt, und drei glückliche Mädchen durften ihn beim hr3-„Meet&Greet“ das Händchen schütteln.

Der 16-jährige Kanadier ist kaum 1,60 Meter groß und jungenhaft zierlich. Doch im Musikbusiness spuckt er schon mit den ganz Großen um die Wette. Sein aktuelles und zweites Album „My world 2.0“ schoss auf Platz 1 der US-Billboard-Charts.

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Er ist damit nach Stevie Wonder der jüngste Künstler mit einem Nummer-1-Album in den USA. Was ihn ansonsten noch so besonders macht: Er ist der erste Sänger, der zur Nummer 1 der Charts wurde, nachdem er seine Kinderzimmer-Videos auf Youtube gestellt hatte und damit einen Plattenvertrag bekam (2007).

Am Ende wollten dann sein Namensvetter Justin Timberlake und Usher mit ihm arbeiten. Der Junge aus Stratford/Ontario entschied sich für Usher, weil das der bessere Plattendeal gewesen sei.

Heute Abend tritt der kleine Popstar-Prinz in Oberhausen beim Musikpreis „Comet“ auf. Im Sommer tourt er in Kanada und USA. „Ich hoffe, aber auch noch in diesem Jahr in Deutschland zu touren“, erzählt er uns im Radiostudio. Eine Tarnunterhose lugt aus der tief platzierten Cargohose.

Justins Ur-Opa kam aus Deutschland

Neben den Interviews spielt er mit seinem schwarzen iPad, sagt, dass sein Urgroßvater aus Deutschland kam und zählt dann akzentfrei auf Deutsch bis zehn. Auf die Frage, was er denn von den „German girls“ hält, blubbert er: „Ja, ich liebe die deutschen Mädchen, aber nicht mehr als amerikanischen.“ Und fügt an: „Ich bin noch Single.“ Dann schüttelt er seinen Pony zur Seite. Das macht er geschätzte alle drei Minuten.

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Sanja (8) aus Erlensee ist eine der drei Gewinnerin des hr3-Treffens und hat einen ähnlich tollen Haarschnitt wie ihr Herzensjunge. Stolz zeigt sie das Autogramm ihres Lieblings, das jetzt in ihrem Diddl-Freundebuch riesengroß aufgemalt ist. „Justin findet meine lila Haare cool, hat er gerade gesagt“, erzählt sie aufgeregt.

Die Augen der anderen beiden Gewinnerinnen Laura (12) und Jenny (14) sind noch feucht vor Freude. Jenny ist beleidigt, dass Justin nur Laura und nicht ihr noch ein Herz neben seinen Namen auf die CD gemalt hat. Ein Zeichen, dass er etwa Laura lieber mag? Die kleine Sanja hält sich raus. Sie will ihn später heiraten. Und was ist mit den anderen Mädchen? „Die hau ich k.o.“ Justin nimmt das Gekreische und Geweine um ihn gelassen: „Ich seh das entspannt. Da sind halt ein Haufen Teenie-Hormone involviert.“

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