Furioses Heimspiel

Helene Fischer reißt die Festhalle mit

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Helene Fischer

Frankfurt - Heimspiel für Helene Fischer. „Ich freue mich, heute Nacht im eigenen Bett schlafen zu können“, sagt die 28-jährige Frankfurterin, die ihre aktuelle Tournee durch sieben Länder führen wird. Das Publikum in der fast ausverkauften Festhalle jubelt. Von Anke Steinfadt

Sie alle sind gekommen, um die neue Show der zierlichen Blondine zu sehen, die innerhalb weniger Jahre zur erfolgreichsten Sängerin Deutschland avanciert ist. Jede Geste wirkt authentisch. Die herzliche und natürliche Leichtigkeit mit der sie das Publikum anspricht, ist verblüffend. Zwei Abende hintereinander füllt Helene Fischer das größte Konzerthaus der Stadt.

Sie präsentiert Stücke aus dem neuen Album „Für einen Tag“ neben bekannten Hits. Aber das ist längst nicht alles. Vor allem zeigt sie, dass ihre stimmlichen Fähigkeiten weit über die Anforderungen im Schlagergenre hinausgehen. Dazu bietet sie eine Licht-, Effekt- und Bühnenshow, die den Standards internationaler Popgrößen in nichts nachsteht. Schlager, Musical, Pop und sogar Rock’n’Roll wechseln in einer ausgewogen kontrastreichen Dramaturgie und bieten zweieinhalb Stunden Abwechselung. Schnulzige Balladen aus „Der König der Löwen“ treffen auf 50er Jahre Rock’n’Roll aus dem Musical Grease; ein elektro-poppiges Eurithmix-Intro bildet die Überleitung zum eigenen „Vergeben, vergessen und wieder vertraun“. In einer launigen Latino-Variante erklingt „Nicht von dieser Welt“.

Achtmal das Kostüm gewechselt

Achtmal wechselt Helene Fischer das Kostüm. Im Blümchenkleid interpretiert sie den Leonhard Cohen-Klassiker „Halleluja“, auf den bruchlos „Du hast mein Herz berührt“ folgt. Im Silber funkelnden Catsuit, befeuert von einer 1A-Lasershow, singt Helene Fischer den Grand Prix-Gewinnersong „Euphoria“. Begleitet wird dies alles von einer Band aus internationalen Spitzenmusikern, sowie Tänzerinnen und Tänzern aus Los Angeles, die akrobatische Leistungen erbringen.

„Ich will spüren, dass ich lebe, dieses Flimmern auf der Seele, Euphorie, federleicht wie nie. Ich will atmen, träumen leben“ singt Helene Fischer. Darum geht es in ihren Texten neben der viel besungenen Liebe: Sich selbst treu zu bleiben und jeden Tag intensiv zu leben. Später interpretiert sie virtuos den Whitney Houston-Klassiker „I Will Always Love You“. Ein Gänsehautmoment, der von einem Teil des Publikums mit einer „Oh wie ist das schön“-Hymne erwidert wird.

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