Alkohol-Doku auf RTL

Thrombose am Po beendet "Jenke-Experiment"

+
Der RTL-Reporter Jenke von Wilmsdorff

Berlin - Vor laufender Kamera gab sich Jenke von Wilmsdorff dem Alkohol hin. Am Ende war das gesundheitliche Risiko für den RTL-Reporter zu groß - das "Jenke-Experiment" wird abgebrochen.

Es war der erste von vier Selbstversuchen, den RTL am Montagabend ausstrahlte: Vier Wochen lang gab sich der Reporter Jenke von Wilmsdorff die Kante. Alles begann mit einem großen Besäufnis am Geburtstag des Reporters. Einen Monat lang wollte von Wilmsdorff leben wie ein Alkoholiker. Cornflakes aß er nicht mehr mit Milch, sondern mit Rotwein. Sein durchschnittlicher Tageskonsum: zwei Flaschen Wein, zwei Flaschen Bier und zwei Fläschchen Schnaps. Schnell legte er sich ein ganzes Arsenal an Whiskey zu, den er am liebsten in der Badewanne trank. Der Reporter versuchte, seinen Alkoholspiegel bei etwa einem Promill zu halten, abends gerne mehr. Während dieser Zeit ging er regulär arbeiten - wie viele andere Alkoholiker auch. Sonderlich produktiv war er dabei nicht mehr.

Auch der Körper stieß schnell an seine Grenzen: Nach dreieinhalb Wochen riet der Arzt von Wilmsdorff dringend dazu, das Experiment abzubrechen, um bleibende Schäden zu vermeiden. Diagnose: Thrombose am Hintern! "Mir sind im Endeffekt zwei Blutgerinnsel entfernt worden, die laut Arzt dadurch entstanden sind, dass ich über eine so kurze Zeit intensiv Alkohol zu mir genommen habe", sagt der Reporter.

Warum Sie im Suff nicht smsen sollten

Warum Sie im Suff nicht smsen sollten

Angereichert wurde das Experiment mit zahlreichen Fakten über den Alkoholkonsum. So wurden die Zuschauer unter anderem darüber aufgeklärt, welche Schäden Alkohol bei ungeborenen Kindern verursachen kann. Eine anschauliche Warnung: Wenn eine Schwangere zwei Stunden lang braucht, um ein Glas Alkohol abzubauen, braucht ein Ungeborenes zehn Mal so lang - und ist damit quasi rund um die Uhr betrunken.

Kiffen, Koksen und Saufen bei den Stars

Kiffen, Koksen und Saufen bei den Stars

Bei den Zuschauern kam das „Jenke-Experiment“ gut an: 4,25 Millionen Deutsche (Marktanteil: 13,4 Prozent) schalteten ein. In der Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen kam die Dokumentation auf einen Marktanteil von 17,4 Prozent.

In der nächsten Folge des vierteiligen Formats wird sich der Reporter dem Thema Altern widmen.

sr / kim / dpa

Mehr zum Thema

Kommentare