The Low Anthem in der Brotfabrik

Die Klassiker von morgen

Bob Dylan, Neil Young, Tom Waits und Gustav Mahler sind gewiss keine falschen Vorbilder, doch eigentlich brauchen Ben Knox Miller, Jeff Prystowsky und Jocie Adams gar keine Leuchttürme mehr.

Das Trio aus Providence im US-Bundesstaat Rhode Island, das seit 2006 unter dem Namen „The Low Anthem“ firmiert, hat sich mit gerade einmal zwei Alben in die Spitzenklasse der Americana- und Folkrocker gespielt. Hätte Jeff Tweedy mit seiner Band Wilco nicht gerade wieder ein Meisterwerk vorgelegt, gehörte Low Anthem für ihr Album „Oh My God, Charlie Darwin“ wahrscheinlich schon jetzt die Auszeichnung für die Platte des Jahres.

Die ist in Deutschland gerade erst erschienen, weshalb das Konzert des Trios in der Brotfabrik in Frankfurt leider nur überschaubar besucht war. Wer den Auftritt erleben durfte, wird aber sicherlich in die Welt hinausziehen und vom phänomenalen Eindruck schwärmen, den die drei Multiinstrumentalisten mit ihrem auch an traditionellem Country und säkularisiertem Gospel orientierten, warmem Americana-Sound hinterließen. Dabei kann‘s die Band sogar noch besser und auch rumpeln und rocken. Das zeigen sie hoffentlich beim nächsten Mal.

C. RIETHMÜLLER

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