Pogo mit politischer Botschaft

Rise Against in randvoller Frankfurter Festhalle

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Frankfurt - Pogo und Pazifismus, Gitarren-Gewitter und Gesellschafts-Kritik, Power-Hardcore und Weltverbesserer-Balladen. Rise Against, die vielleicht politischste aller US-Punkrockbands, veranstaltet in der randvollen Festhalle eine gut 90-minütige Konzert-Achterbahnfahrt. Von Peter Müller

Rise Against, die seit 15 Jahren die Faust gegen Waffengewalt, Homophobie und Mobbing, für Amnesty International und den Tierschutz Peta recken, sind sich treu geblieben. Auch wenn Puristen in aktuellen Album „Black Market“ schon die unheilige Melange aus Punk, Hardrock und Pop ausgemacht haben wollen. Mit Blick auf „Ready To Fall“ und „Give It All“, die wütenden Eröffnungssongs des fulminanten Gigs, dürften aber alle Fans beruhigt, will sagen: in Pogo-Stimmung gewesen sein.

Laser-Schnickschnack braucht die fiebrig treibende Show nicht. Die Bühne, fast schon schlicht gehalten: zwei Videowände, ein Backbanner mit dem ikonografischen Bandsignet, vorn die XL-Leuchtbuchstaben RISE und immer wieder klug gesetzte Stroboskop-Effekte - das war’s. Dafür brüllt, singt, spielt sich aber Tim McIlrath, der auch an der Rhythmusgitarre werkelt, die Seele aus dem Leib. „Tragedy + Time“, „I Don´t Want To Be Here Anymore“ vom neuen Album oder Klassiker wie „Chamber The Cartridge“, „Prayer Of The Refugee“ und „Satellite“: Die erste Stunde ist ein wahres Punkrock-Monster mit schneidenden Gitarrenriffs, brachialen Basslines, brettharten Schlagzeugparts und Vocals wie Axthiebe.

Bilder vom Konzert

Konzert von Rise Against in der Festhalle

Rise Against können aber auch Stadion-Hymnen: „Hero Of War“, „People Live Here“ und „Swing Live Away“, das Akustik-Set fast obligatorisch - und natürlich nicht das Ende. Denn mit zwei Ramones-Songs und „Make It Stop“ sowie „Savior“ wartet noch ein episch wuchtiges Finale.

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